Einkommen- und Lohnsteuer

Einkommensteuer

Gegenstand der Einkommensteuer ist das Einkommen von natürlichen Personen. Der Einkommensteuer unterliegen die Einkünfte

1. aus Land- und Forstwirtschaft,
2. aus Gewerbebetrieb,
3. aus selbständiger Arbeit,
4. aus nichtselbständiger Arbeit,
5. aus Kapitalvermögen,
6. aus Vermietung und Verpachtung sowie
7. die sonstigen in §22 EStG genannten Einkünfte (z.B. Einkünfte aus einer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften).

Lohnsteuer

Bei Arbeitnehmern wird die vom Arbeitslohn zu zahlende Einkommensteuer im Wege des Abzugs vom Arbeitslohn erhoben (Lohnsteuer).

Aktuell: Erstmaliger Abruf der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale

Endgültiges BMF-Schreiben zum erstmaligen Abruf der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale und Anwendungsgrundsätze für den Einführungszeitraum 2013 

Mit Schreiben vom 25.07.2013 hat das BMF das endgültige BMF-Schreiben zum erstmaligen Abruf der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale durch den Arbeitgeber und Anwendungsgrund- sätze für den Einführungszeitraum 2013 bekanntgegeben. Dieses ersetzt den veröffentlichten Entwurf vom 02.10.2012 (RS Nr. 810597). Den vollständigen Text finden Sie im folgenden Dokument.

Download: Schreiben des Bundesfinanzministeriums

ELStAM - Informationen für Arbeitgeber

Seit November 2012 haben Arbeitgeber die Möglichkeit, ihre Beschäftigten im ELStAM-Verfahren anzumelden und die zum 1. Januar 2013 gültigen Elektronischen LohnSteuerAbzugs- Merkmale (ELStAM) abzurufen. Der Einstiegszeitpunkt in das ELStAM-Verfahren kann innerhalb des Jahres 2013 eigenständig gewählt werden. Nähere Informationen entnehmen Sie den Informationen für Arbeitgeber aus dem Bundesfinanzministerium im folgenden Merkblatt.

Download: Infos zu Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen

Mini-Jobs - Steuern und Sozialversicherung

Seit dem 1. April 2003 gilt die Mini-Job-Regelung. Sie betrifft Arbeitnehmer, die nur teilzeitbeschäftigt sind. Wenn sie geringfügig entlohnt werden oder nur kurzfristig beschäftigt sind, gelten für sie Besonderheiten bei der Steuer und der Sozialversicherung. Mit dem Haushaltsbegleitgesetz wurden die Pauschalabgaben für geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse ab dem 1. Juli 2006 von 25 auf 30 Prozent erhöht. Geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse in Privathaushalten sind von der Erhöhung nicht betroffen. Welche Abgabenbelastungen sich für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ergeben, zeigt die nachstehende Übersicht.

Merkblatt zu Mini-Jobs

Firmenwagen und Sachleistungen

Private Nutzung eines dienstlichen Fahrzeugs

Das BMF hat mit Schreiben vom 15.11.2012 Rdnr. 12 des BMF-Schreibens vom 18.11.2009 neu gefasst. Hierbei geht es um die private Nutzung von dienstlichen Fahrzeugen und deren Zuordnung, wenn mehrere Fahrzeuge im Unternehmen privat genutzt werden können.

Grundsätzlich ist für jedes dienstliche Fahrzeug, welches privat genutzt wird, der pauschale Nutzungswert nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG (1 %-Methode) anzusetzen. Kann glaubhaft gemacht werden, dass bestimmte Fahrzeuge nur dienstlich (z. B. Vorführwagen oder Mietwagen für Kunden, LKWs oder Lieferwagen) beziehungsweise ausschließlich von eigenen Arbeitnehmern genutzt werden, ist kein pauschaler Nutzungswert für diese Fahrzeuge anzusetzen. Gibt der Unternehmer in der Gewinnermittlung an, dass von ihm nur das teuerste Fahrzeug privat genutzt wird und er setzt hierfür den pauschalen Nutzungswert für die Nutzungsentnahme an, hat die Finanzverwaltung dem zu folgen. Für weitere Fahrzeuge hat kein weiterer Ansatz zu erfolgen.

Nutzen mehrere Personen (z. B. Unternehmer und Arbeitnehmer) gemeinsam das Fahrzeug auch privat, ist der ermittelte Wert nach der 1 %-Methode entsprechend den Köpfen aufzuteilen. Für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte ist der Wagen mit dem höchsten Listenpreis anzusetzen. Hierzu sind im Schreiben Beispiele enthalten. Die Grundsätze sind in allen offenen Fällen anwendbar.

Download: Schreiben des Bundesfinanzministeriums

Sachbezugswerte

Zum Arbeitslohn rechnen grundsätzlich alle Einnahmen, die dem Arbeitnehmer durch das Dienstverhältnis zufließen. Erhält der Arbeitnehmer bestimmte Sachleistungen, wie beispielsweise Mahlzeiten und Unterkunft kostenlos oder verbilligt gestellt, regelt die amtliche Sachbezugsverordnung, mit welchen steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Werten diese Sachbezüge anzusetzen sind. Eine Übersicht der neuen Sachbezugswerte ab 2010 liefert die folgende PDF-Datei.

Ansprechpartner

0521 554-206
0521 554-5206

Weitere Informationen zur Einkommenssteuer

Informationen zur Bauabzugsbesteuerung

Mit dem "Gesetz zur Eindämmung illegaler Betätigung im Baugewerbe" wurde ein Steuerabzug beim Empfang von Bauleistungen an Bauwerken eingeführt. Unternehmer im Sinne des § 2 Umsatzsteuergesetz (UStG) und Öffentliche Körperschaften, die Bauleistungen empfangen, haben seit dem Jahr 2002 15 Prozent der Rechnungssumme einzubehalten und an das Finanzamt des leistenden Bauunternehmers abzuführen.

Downloads zur Bauabzugsbesteuerung