Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld


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Aktuelle News, Videos und Bildergalerien für Sie im Blog:

Aktuelle Informationen aus dem Bereich der Aus- und Weiterbildung, wie z. B. zu Veranstaltungen finden Sie in unserem Blog im Ressort "Aus- und Weiterbildung". 

Hier gelangen Sie zum Blog
 

Berufsausbildung - Aufgaben der IHK

Die IHK unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen in allen Fragen der beruflichen Ausbildung. Die Überwachung und Förderung der Berufsausbildung sowie die Durchführung der Zwischen- und Abschlussprüfungen sind unter anderem Kern- und Pflichtaufgaben der IHK nach dem Berufsbildungsgesetz.

Im Folgenden erhalten Sie alle notwendigen Ausbildungsunterlagen, Informationen zum Thema Ausbildung sowie weiterführende Verlinkungen. Zu allen Fragen der Ausbildung beraten Sie unsere Ausbildungsberaterinnen und -berater auch gerne in einem persönlichen Gespräch. Alle an der Berufsausbildung Beteiligten können diese Beratung in Anspruch nehmen.

Die IHK versteht sich jedoch nicht nur als „gesetzlich zuständige Stelle“ bei der Umsetzung der ihr übertragenen hoheitlichen Aufgaben in der beruflichen Bildung, sondern auch als moderne und anerkannte Dienstleistungseinrichtung für ihre Kunden. Zögern Sie nicht uns anzusprechen.

Der neue Ausbildungssatlas ist da!

Die kostenfrei erhältliche Broschüre informiert auf 280 Seiten über IHK-Ausbildungsberufe und Fachbegriffe aus der dualen Ausbildung, aber auch über Berufswahl, Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Vorstellungsgespräche und vieles mehr.  

Herzstück ist jedoch unverändert die aktuelle Liste der IHK-Ausbildungsbetriebe in Ostwestfalen-Lippe, sortiert nach Ausbildungsberufen und Regionen, die die Suche nach dem Ausbildungsplatz einfach macht.

Die Broschüre ist bei Schülerinnen und Schülern, aber auch Eltern und Lehrerinnen und Lehrern und anderen Ausbildungsinteressierten ein beliebter, unverzichtbarer Ratgeber. Und schnell vergriffen…!


Der Ausbildungsatlas kann kostenlos im Shop, per E-Mail oder telefonisch bestellt werden:

IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, Tel.: 0521 554-0 info@ostwestfalen.ihk.de

IHK Lippe zu Detmold, Tel.: 05231 7601-0, ihk@detmold.ihk.de

IHK-Zweigstelle Paderborn, Tel.: 05251 1559-0 info@ostwestfalen.ihk.de

IHK-Zweigstelle Minden, Tel.: 0571 38538-0 info@ostwestfalen.ihk.de
 

Wer es dennoch digitaler mag, der kann sich hier durch unseren Blätterkatalog klicken:

Dein Weg zum Ausbildungsplatz: PDF Teil 1 

Adressliste der Ausbildungsbetriebe in OWL: PDF Teil 2

DIHK Ausbildungsumfrage 2020

Ausbildungsbereitschaft bleibt hoch trotz Corona-Krise

Die ostwestfälische Wirtschaft stemmt sich gegen die Corona-Krise und setzt weiter auf die duale Ausbildung. Das ist das zentrale Ergebnis einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) unter ausbildenden Betrieben in der Region. „In fast 80 Prozent der befragten Unternehmen läuft die Ausbildung trotz der schwierigen Corona-Zeit normal weiter“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff. „Eine positive Botschaft ist auch, dass kaum ein Betrieb bereits abgeschlossene Ausbildungsverträge wieder aufgelöst hat“.
Die von der Bundesregierung angekündigte Ausbildungsprämie sei speziell für kleine und mittlere Betriebe eine gute Maßnahme und könne sie motivieren, auch unter schwierigen Bedingungen ihre Ausbildungsanstrengungen aufrecht zu erhalten. Das Instrument der Ausbildungsprämie könne aber nur mit anderen Aktivitäten wirken. In den Sommermonaten komme es beispielsweise entscheidend darauf an, noch suchende Jugendliche und Ausbildungsbetriebe zusammenzubringen, etwa über virtuelle Speed Datings der IHKs oder andere digitale Formate. Niehoff: „Vieles verschiebt sich durch die Corona-Krise nach hinten.“
Das werde auch daran deutlich, dass nach der IHK-Umfrage knapp zwei Drittel (59 Prozent) der Unternehmen ein persönliches Bewerbungsgespräch vor der Einstellung bevorzugen, was Corona bedingt in den letzten Wochen erschwert wurde. Daher ist der Rückgang der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum 30. Juni 2020 auch deutlich im Minus (-15,4 Prozent). Im NRW-Durchschnitt sank die vergleichbare Zahl um 18,4 Prozent. „Wir hoffen noch auf einen gewissen Aufholeffekt zumindest in den Branchen, wo es konjunkturell wieder anzieht“, betont Niehoff. So seien zum Beispiel in der IHK-Lehrstellenbörse für dieses Jahr noch über 330 freie Ausbildungsstellen für die Region aufgeführt. 
Die IHK rät den Jugendlichen, sich auch jetzt und in den nächsten Monaten noch auf Ausbildungsstellen zu bewerben und appelliert an die Unternehmen, weiterhin Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Unabhängig von Krisenzeiten wie diesen sei die duale Ausbildung immer ein wichtiger Hebel gegen die Fachkräfteknappheit, die weiterhin existiere. Und für die Schulabgänger biete die duale Ausbildung nach wie vor gute Beschäftigungschancen und Karriereaussichten.
Die bundesweiten Gesamtergebnisse der Umfrage können ab sofort im Internet unter www.ostwestfalen.ihk.de/ausbildung heruntergeladen werden.

Hier finden Sie das pdf der DIHK-Ausbildungsumfrage 2020

Neue Verordnungen für die IT-Berufe

Zum 1. August 2020 treten die neuen Ausbildungsordnungen für die IT-Berufe in Kraft. Die kaufmännischen Ausbildungen werden nun in dem Beruf „Kaufmann/-frau für IT-System-Management“ (alt: IT-System-Kaufmann/-frau bzw. Informatikkaufmann/-frau) oder dem neuen Beruf „Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement“ durchgeführt. Für den Beruf „Fachinformatiker/-in“ wurden neben „Anwendungsentwicklung“ und „Systemintegration“ die weiteren Fachrichtungen „Digitale Vernetzung“ sowie „Daten- und Prozessanalyse“ geschaffen. In der Verordnung „IT-System-Elektroniker/-in“ wurde der Bereich der Elektrotechnik konkretisiert. Für alle Berufe wird zukünftig eine gestreckte Abschlussprüfung anstelle der ehemaligen Zwischenprüfung durchgeführt. Alle bereits bestehenden sowie die noch vor dem Inkrafttreten am 1. August 2020 startenden Ausbildungsverhältnisse werden nach den bisherigen Regelungen zu Ende geführt.

Die Novellierung des Berufsbildungsgesetzes

Mehr Attraktivität, Flexibilität, internationale Anschlussfähigkeit und eine Entlastung des Ehrenamtes in der Beruflichen 
Bildung – das sind wichtige Ziele, die mit dem modernisierten Berufsbildungsgesetz (BBiG) erreicht werden sollen. Die neuen Regelungen sind seit dem 1. Januar 2020 in Kraft. Die wichtigsten Neuerungen erfahren Sie hier:  

Für alle Auszubildenden, deren Ausbildungsbetriebe keiner Tarifbindung unterliegen, gilt künftig eine Mindestausbildungsvergütung. Diese kann unterschritten werden, wenn ein geltender Tarifvertrag eine geringere Vergütung vorsieht.   
Betroffen sind alle Ausbildungsverträge, die seit dem 1. Januar 2020 abgeschlossen werden. Die Höhe der Vergütung berechnet sich jeweils auf der Basis des Jahres des Ausbildungsbeginns mit gesetzlich festgelegten Steigerungssätzen.

Beginn der Ausbildung 1. Ausbildungsjahr

2. Ausbildungsjahr
+ 18 %

3. Ausbildungsjahr
+ 35 %

4. Ausbildungsjahr
+ 40 %

2020
(01.01.- 31.12.2020)
515 € 608 €
(515 € + 18 %)
695 €
(515 € + 35 %)
721 €
(515 € + 40 %)
2021
(01.01.- 31.12.2021)
550 € 649 €
(550 € + 18 %)
743 €
(550 € + 35 %)
770 €
(550 € + 40 %)
2022
(01.01.- 31.12.2022)
585 € 690 €
(585 € + 18 %)
790 €
(585 € + 35 %)
819 €
(585 € + 40 %)
2023
(01.01.- 31.12.2023)
620 € 732 €
(620 € + 18 %)
837 €
(620 € + 35 %)
868 €
(620 € + 40 %)

Ab 2024: Wie die Mindestausbildungsvergütung sich in den Folgejahren entwickelt, gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung jeweils im November des jeweiligen Vorjahres bekannt.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Erklärvideo

Flyer Mindestausbildungsvergütung

Jeder Auszubildende kann seit dem 1. Januar 2020 den betrieblichen Teil seiner Ausbildung in Teilzeit absolvieren. Anders als bislang muss hierfür kein besonderer Grund mehr nachgewiesen werden.


Das Einverständnis des Ausbildungsbetriebes vorausgesetzt, kann ein Teil oder die gesamte Ausbildungszeitbildung in Teilzeit absolviert werden. Ein Anspruch des Auszubildenden auf Teilzeitausbildung besteht jedoch nicht. Die Kürzung der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit darf 50 Prozent einer Vollzeitausbildung nicht übersteigen. Die Dauer der Ausbildung verlängert sich entsprechend, höchstens jedoch bis zum anderthalbfachen der regulären Ausbildungsdauer. Das heißt, bei einer regulär dreijährigen Ausbildung darf die Ausbildung in Teilzeit maximal 4,5 Jahre dauern. Die Berufsschule ist an eine im Ausbildungsvertrag vereinbarte Teilzeit nicht gebunden. Die Einbeziehung der Berufsschulzeiten in das Teilzeitmodell muss deshalb zwischen Betrieb, Auszubildenden und Berufsschule abgestimmt werden.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Erklärvideo

Mehr Informationen finden Sie auf unserem Flyer

Erwachsene Auszubildende werden jugendlichen Auszubildenden bei der Freistellung für Berufsschul- und Prüfungszeiten gleichgestellt:


Beginnt der Berufsschulunterricht vor 9 Uhr, so darf ein volljähriger Auszubildender zukünftig nicht mehr vorher in seinem Ausbildungsbetrieb beschäftigt werden.


Auch ein in volljähriger Auszubildender ist von seinem Ausbildungsbetrieb freizustellen:

  • für die Teilnahme am Berufsschulunterricht
  • an einem Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden von mindestens je 45 Minuten, einmal in der Woche
  • in Berufsschulwochen mit einem planmäßigen Blockunterricht von mindestens 25 Stunden an mindestens fünf Tagen
  • an dem Arbeitstag unmittelbar vor dem Tag der schriftlichen Abschlussprüfung

Neu ist außerdem, dass in den letzten drei genannten Fällen die durchschnittliche tägliche bzw. wöchentliche Ausbildungszeit angerechnet wird. Dies gilt auch für Minderjährige nach § 9 JArbSchG.

Flyer Freistellung Auszubildender

Bei aufeinander aufbauenden Ausbildungsberufen mit gestreckter Abschlussprüfung ist es künftig möglich, dass Auszubildende, die die Abschlussprüfung eines drei- oder dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufs nicht bestanden haben, auf Antrag den Abschluss des zweijährigen Ausbildungsberufs erwerben können. Dafür müssen sie im ersten Teil der Abschlussprüfung mindestens ausreichende Leistungen erreicht haben.


Hinweis: Abhängig von der genauen Formulierung eines in einem Ausbildungs- oder geltenden Tarifvertrages vorgesehenen Anspruchs auf Übernahme in ein Arbeitsverhältnis nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung, kann der Auszubildende diesen Anspruch auch für den Fall der Zuerkennung des zweijährigen Berufes geltend machen.


Darüber hinaus werden Auszubildende vom ersten Teil der Abschlussprüfung oder Zwischenprüfung eines drei- oder dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufes befreit, wenn sie die Abschlussprüfung des zweijährigen Berufes bestanden haben.


Beide Varianten setzen voraus, dass die jeweiligen Ausbildungsordnungen die Durchlässigkeit ausdrücklich vorsehen. Bestehende Ausbildungsordnungen müssen daher noch angepasst werden, bevor die neuen Regelungen greifen können.

Das neue Berufsbildungsgesetz führt die Abschlussbezeichnungen „Geprüfter Berufsspezialist“, „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ für die Fortbildungsabschlüsse ein. Die neuen Begriffe bringen die Gleichwertigkeit von Beruflicher und akademischer Bildung zum Ausdruck und unterstreichen die Praxisnähe und besonderen Fähigkeiten von Industriemeistern, Fachwirten oder Bilanzbuchhaltern. Der Zusatz „Professional“ gewährleistet die Abgrenzung zu akademischen Abschlüssen. Die neuen Bezeichnungen sind zudem ein wichtiger Beitrag zur Gleichwertigkeit beruflicher mit akademischer Bildung, zum internationalen Nachweis der beruflichen Handlungsfähigkeit und unterstützen die Mobilität unserer Fachkräfte.


Die Verwendung der neuen Bezeichnungen setzt voraus, dass Bezeichnungen der Abschlüsse in den einzelnen Fortbildungsordnungen angepasst werden. Es ist daher noch nicht möglich, die neuen Bezeichnungen unmittelbar ab 1. Januar zu erhalten.

Die IHK-Organisation hat sich besonders für Entlastungen der ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer eingesetzt – mit Erfolg. Künftig dürfen zwei anstelle von drei Prüfungsausschussmitgliedern die Ergebnisse schriftlicher Prüfungen bewerten, wenn der gesamte Ausschuss das vorher entsprechend beschließt. Für praktische Prüfungen gilt diese Regelung nur dann, wenn es sich um keine flüchtigen Prüfungsleistungen handelt.

Bisher war die Freistellung von Prüferinnen und Prüfern für ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Berufsbildungsgesetz nicht geregelt. Mit der Neufassung des Gesetzes sind Prüferinnen und Prüfer freizustellen, wenn der Ausübung des Prüferehrenamtes keine wichtigen betrieblichen Gründe entgegenstehen.

Bei Fragen zum neuen Berufsbildungsgesetz wenden Sie sich bitte an unsere Ausbildungsberater.

Zusätzliche Infos erhalten Sie über diesen Link vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
https://www.bmbf.de/de/das-berufsbildungsgesetz-bbig-2617.html

Wir suchen Deutschlands beste Ausbilder!

Sie kennen Unternehmen in Ihrer Region, die aufgrund Ihres besonderen Engagements zum #AusbildungsAss ausgzeichnet werden sollten? Unternehmen, die mehr als den "Standard" leisten? Dann leiten Sie unsere Ausschreibung gerne an potenzielle Bewerber weiter. Das Ausbildungs-Ass ist mit 15.000€ dotiert.

Ob Kleinbetrieb, Konzern oder Ausbildungsinitiative - wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen!


Bewerbung und Informationen

Bewerbungen können in den Kategorien 
Industrie, Handel und Dienstleistung, Handwerk und Ausbildungsinitiativen (Bewerbungen von Schulen ausdrücklich erwünscht) eingereicht werden.

Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2020.

Weitere Infomationen zur Bewerbung und zum Preis können hier eingesehen werden.  


Über den Preis

Inzwichen vergibt die Junge Deutsche Wirtschaft – der Zusammenschluss von Wirtschaftsjunioren Deutschland und Junioren des Handwerks – das Ausbildungs-Ass bereits zum 24. Mal. Der Preis wird in Zusammenarbeit mit der Inter-Versicherungsgruppe und den Partnern „handwerk magazin“ und „Der Handel“ vergeben. Das Ausbildungs-Ass steht unter der Schirmherrschaft vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. 

Mit dem Preis wird das außergewöhnliche Engagement von Unternehmen und Initiativen gewürdigt, die besonders innovative Wege in der Ausbildung gehen und ihre Auszubildenden überdurchschnittlich fördern. Wir legen dabei Wert auf eine ganzheitliche und zukunftsorientierte Ausbildung, die Tradition und Moderne miteinander verbindet.

Einfacher pendeln

Seit Sommer 2019 ist das NRW Azubi-Ticket verfügbar. Arbeitgeber können es als Betriebsausgabe absetzen

Die NRW-Koalition führt zum Start des Ausbildungsjahres 2019 das im Koalitionsvertrag angekündigte Azubi-Ticket für ganz Nordrhein-Westfalen ein. Die IHK Ostwestfalen begrüßt die Einführung des Azubi-Tickets zum Ausbildungsstart am 1. August 2019.

Das von Landesminister Hendrik Wüst vorgestellte Angebot, das mit Landesmitteln bezuschusst wird, setzt die richtigen Prioritäten. In ganz Westfalen können nun Azubis für 62 Euro monatlich im Abo mit dem ÖPNV fahren, mit einem Zusatz -Ticket für 20 Euro im Abo sogar in ganz NRW. Durch die vergünstigte Erweiterung auf ganz NRW erhöht sich die Mobilität der Azubis auch über die heute noch starren Grenzen der Verkehrsverbünde – sowohl für Pendelstrecken als auch für Fahrten in der Freizeit.

Neben dem Preis ist insbesondere Ostwestfalen jedoch die Erreichbarkeit der Betriebe und Berufsschulen mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz des Azubi-Tickets. Gerade abseits der Ballungsräume und Großstädte ist die Erreichbarkeit des Ausbildungsplatzes mit öffentlichen Verkehrsmitteln bisher häufig ein Problem. An der besseren Erreichbarkeit muss aus Sicht der IHK weitergearbeitet werden.

Der Bedarf eines Azubi-Tickets liegt auf der Hand: In einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern in NRW im vergangenen Jahr, an der sich mehr als 7.600 Azubis und knapp 1.500 Betriebe beteiligt haben, sahen 76 Prozent der befragten Unternehmen Handlungsbedarf beim ÖPNV-Angebot für Auszubildende. Viele Auszubildende sind auf ein attraktives Monats- oder Jahresticket für Bus und Bahn angewiesen. In der Umfrage wünschten sie sich vor allem einen günstigeren Preis (77 Prozent) und einen größeren Geltungsbereich (49 Prozent).

Der Erwerb des Tickets wird für alle ermöglicht, die sich kurz vor oder bereits in einer anerkannten Ausbildung befinden. Gleiches gilt für Teilnehmer einer anerkannten Einstiegsqualifizierung, die zwölf Monate dauert. Berechtigt sind darüber hinaus auch Meisteranwärter während der Kursteilnahme beziehungsweise der Prüfungs-Vorbereitung als auch Personen, die für eine Weiterbildungsmaßnahme Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz erhalten. Ebenfalls kommen Beamtenanwärter des einfachen und mittleren Dienstes oder Teilnehmer in einem freiwilligen ökologischen oder sozialen Jahr in den Genuss des günstigen Tickets.

Arbeitgeber, die sich für eine Bezuschussung des Azubi-Tickets entscheiden, können das Ticket als Betriebsausgabe steuerlich geltend machen.
Informationen zum AzubiAbo Westfalen sind unter anderem bei den regionalen Kundenzentren, Verkehrsunternehmen und Verbünden erhältlich:

In Bielefeld:
Kundenzentrum der Stadtwerke Bielefeld Gruppe
Jahnplatz 5

oder

ServiceCenter moBiel
in der Stadtbahnhaltestelle Jahnplatz
info@moBiel.de
Tel. 0521 / 51 - 45 45

In den Kreise Minden-Lübbecke, Herford, und Gütersloh
bei der OWL Verkehr GmbH
Gabriela Spreyer
gabriela.spreyer@owlverkehr.de
Tel. 0521 / 557 666 – 59

In den Kreisen Paderborn und Höxter
In der „mobithek“ der vph unter
www.fahr-mit.de oder Tel. 05251 / 2930400

Daten und Trends der dualen Ausbildung

Eintragungsstatistik

Eine Übersicht der seit 1996 neu eingetragenen IHK-Ausbildungsverträge bietet diese Grafik. In der Entwicklung sind mehrere zentrale Zeitpunkte zu beachten:

  • 2004: Pakt für Ausbildung
  • 2007: Nationaler Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs
  • 2010: Pakt novelliert
  • 2015: Allianz für Aus- und Weiterbildung


Fachkräftemangel 

Die Berufliche Bildung ist ein geeignetes Instrument, den Fachkräftemangel zu kompensieren. Informationen hierzu finden Sie im Bereich Fachkräftesicherung.