IHK-Konjunkturumfrage

Die IHK bietet Ihren Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, jederzeit auf Informationen über die konjunkturelle Lage und Entwicklung in der Region zurück zu greifen. Eine der zentralen Aufgaben der IHK ist daher die Beobachtung der regionalen Wirtschaftsentwicklung. Bei der Wahrnehmung dieser Aufgabe bauen wir auf den Sachverstand unserer Mitgliedsunternehmen und befragen sie zweimal im Jahr zur momentanen wirtschaftlichen Lage und zu zukünftigen Erwartungen.

Die Ergebnisse für die Wirtschaftsregion Ostwestfalen fließen in den Frühjahrs- und Herbstkonjunkturbericht der IHK Ostwestfalen ein und darüber hinaus auch in den Konjunkturbericht des DIHK, der auch vom Sachverständigenrat berücksichtigt wird. Die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage Herbst 2017 haben wir im aktuellen Konjunkturfolder für Sie aufbereitet. Diesen finden Sie in der rechten Spalte als Download. Alternativ können Sie den Folder kostenlos telefonisch oder per E-Mail anfordern.

Konjunktur in Ostwestfalen läuft und läuft und läuft...

Die Unternehmen in Ostwestfalen sind weiter auf Wachstumskurs. Zu diesem Ergebnis kommt die IHK in ihrer aktuellen Herbst-Konjunkturumfrage. Vor dem Hintergrund der schon sehr guten Ergebnisse zum Frühjahr legten die befragten Unternehmen aus Handel, Dienstleistung und Industrie nochmals zu.

Insgesamt 1.721 Firmen mit 143.375 Beschäftigten beteiligten sich an der Umfrage. Der IHK-Klimaindex, der die momentanen mit den zukünftigen Erwartungen der Unternehmen in Relation setzt, ist von 133 auf nunmehr 137 gestiegen. Rund zwei Drittel der befragten Industrieunternehmen geben an, dass sich ihre momentane Geschäftslage gegenüber der vorherigen Umfrage weiter verbessert hat.

Fast die Hälfte der Firmen sagt, dass ihre Kapazitäten zu über 95 Prozent ausgelastet sind. Innerhalb der Dienstleistungsbranche verläuft die Entwicklung insgesamt ebenfalls gut. Während aber die IT-Dienstleister mit weiterem Stellenzuwachs rechnen, ist das Kreditgewerbe pessimistisch und geht vom Arbeitsplatzabbau aus. Im Handel hat sich lediglich in der Sparte Kfz-Handel und -Reparatur die Stimmung eingetrübt. Dennoch bleibt aber auch hier der Saldo aus Besser- und Schlechter-Meldungen noch im positiven Bereich.

Bei der Frage nach den wirtschaftlichen Risiken für die weitere Entwicklung hat der Fachkräftemangel in allen drei Sektoren Dienstleistung, Handel und Industrie deutlich zugenommen und wird von vielen Unternehmen als größtes Risiko wahrgenommen. Trotzdem erreicht die Region mit 697.020 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen neuen Höchststand.

Die Konjunktur in Ostwestfalen kennt seit einigen Umfragen nur eine Richtung: nach oben

Zu diesem Ergebnis kommt die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) in der Auswertung ihrer Herbstkonjunkturumfrage, an der sich 1.721 Unternehmen mit 143.375 Beschäftigten aus Industrie, Handel und Dienstleistungen beteiligten. "Die Zufriedenheit mit der momentanen Geschäftslage ist nochmals gestiegen und auch die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate bleiben stabil", betonte IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven am 27.09.2017 bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Der Konjunkturklimaindikator, der die momentane Lageeinschätzung der Betriebe mit ihren Erwartungen in Relation setzt, ist für die gesamte Wirtschaft in Ostwestfalen - inklusive Handel und Dienstleistung - gegenüber dem Frühjahr von 133 auf aktuell 137 Punkte gestiegen und nur für die Industrie von 134 auf 141.

66 Prozent der befragten Industriebetriebe bezeichnen ihre aktuelle Geschäftslage als "gut" (Frühjahr: 58 Prozent) und wie im Frühjahr nur vier Prozent als "schlecht". Auch die Erwartungen an die kommenden 12 Monate bleiben im Saldo deutlich positiv: 28 Prozent der Unternehmen gehen von einer Verbesserung der Geschäftslage aus (Frühjahr: 26 Prozent), fast 68 Prozent von einer gleichbleibenden Lage und lediglich fünf Prozent (Frühjahr: 9 Prozent) gehen von einer Verschlechterung der Geschäftslage aus.

Meier-Scheuven: "Unter den Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung hat der Fachkräftemangel mit den größten Sprung gemacht. Aktuell halten 47 Prozent der Unternehmen den Fachkräftemangel für ein Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Im Frühjahr waren dies 33 Prozent und im Herbst 2015 "nur" 17 Prozent. Hier ist zwar erkennbar viel Bewegung in den Zahlen, am Arbeitsmarkt für geeignete Fachkräfte aber leider nicht. Offenbar haben Unternehmen zunehmend Probleme, Stellen zu besetzen und sogar in Einzelfällen zusätzliche Aufträge mangels Personal anzunehmen."

Ebenfalls auf hohem Niveau blieben die Einschätzungen zu den Risiken der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (51 Prozent) und der Arbeitskosten (49 Prozent). Risiko Nr. 1 seien mit 60 Prozent Nennungen die Rohstoffpreise. "Trotz aller Risiken denken viele Betriebe nicht nur über Personaleinstellungen nach, sondern wollen auch in den kommenden 12 Monaten ihre Investitionen steigern", betonte IHK-Präsident Meier-Scheuven.

Nach Angaben von IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff stieg der Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes von Januar bis einschließlich Juli 2017 in Ostwestfalen um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 24,6 Milliarden Euro (NRW: +6,1 Prozent; Bund: + 5,6 Prozent). Dabei nahmen sowohl die Inlandsumsätze (+3,4 Prozent) als auch die Auslandsumsätze (+6,5 Prozent) zu (NRW: Inland +5,1 Prozent, Ausland +7,4 Prozent; Bund: Inland +4,6 Prozent, Ausland +6,6 Prozent). Die Exportquote beträgt aktuell 38,4 Prozent in Ostwestfalen. Die Zahl der Beschäftigten in der ostwestfälischen Wirtschaft wuchs um 3,8 Prozent auf 160.470 an (NRW: +0,6 Prozent, Bund: +1,3 Prozent).

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Handel und Dienstleistungsbranchen bleiben auf Erfolgskurs

Die sehr positive Stimmung aus dem Frühjahr setzt sich beim Handel und überwiegend auch bei den Dienstleistern fort. Zu diesem Ergebnis kommt die Herbstkonjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK). Insgesamt 1.300 Unternehmen mit 65.813 Beschäftigten haben sich daran beteiligt.

"Der Konjunkturklimaindikator, der die momentane Lageeinschätzung der Betriebe mit ihren Erwartungen in Relation setzt, ist für den Handel von 135 auf 142 nochmals gestiegen, der Wert für die Dienstleistungsbranche ist von 131 auf 126 Punkte leicht gefallen", erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff am 04.10.2017 bei der Ergebnispräsentation in Bielefeld.

"Die Handelskonjunktur verläuft auf einem Spitzenniveau", berichtete Rainer Döring, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Handelsausschusses. 93 Prozent der Befragten sprächen von einer guten beziehungsweise befriedigenden aktuellen Geschäftslage. Deutlich positive Erwartungen habe der Handel auch an die kommenden zwölf Monate, denn 30 Prozent rechneten mit einer besseren, lediglich acht Prozent mit einer schlechteren Lage.

Der Handel will weiterhin von den guten Rahmenbedingungen wie ein hohes Beschäftigungsniveau und niedrigen Zinsen profitieren. Beides wirke sich positiv auf das Konsumverhalten aus. "Auch die Erträge sind sowohl im Einzel- wie auch im Großhandel gut, ebenso die Ertragserwartungen", erläuterte Döring. Allerdings seien im KFZ-Handel die Erwartungen wegen der Diskussionen um den Diesel und Fahrverbote etwas eingetrübt.

Darüber hinaus habe das Fachkräftethema den Handel im Griff: Die Branche suche dringend Mitarbeiter und will Personal aufstocken. "Der Fachkräftemangel ist deutlich in den Fokus gerückt und zum zweiten Mal das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung", so Döring. Jedes zweite Unternehmen im Einzel-, Groß- und Kfz-Handel sehe darin ein Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung. Jeweils ein Drittel der Einzel- und Kfz-Händler sowie knapp die Hälfte der Großhändler verfügten aktuell über mehr als eine offene Stelle.

"Die Konjunktur der Dienstleister in Ostwestfalen boomt", hob Oliver Flaskämper hervor, Mitglied der IHK-Vollversammlung und Vorstandsmitglied des IHK-Dienstleisterausschusses. Die gegenwärtige Geschäftslage sei auf Spitzenniveau geblieben: 51 Prozent der Befragten bezeichneten die aktuelle Lage als gut, nur drei Prozent als schlecht.

"Auch die Erwartungen der Betriebe für die kommenden zwölf Monate bleiben ausgesprochen optimistisch", freute sich Flaskämper. 31 Prozent gingen von einer besseren Geschäftslage aus, 63 Prozent von einer gleichbleibenden und lediglich sechs Prozent von einer schlechteren Lage. "Das Kreditgewerbe ist aktuell die einzige Branche, die die Aussichten negativ einschätzt", sagte das IHK-Vollversammlungsmitglied.

Auch bei den Dienstleistern spitze sich der Fachkräftemangel weiter zu und wirke als begrenzender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung. Über alle Dienstleistungsbranchen hinweg sehen 56 Prozent der Unternehmen den Mangel an Fachpersonal als das größte Risiko an. "Den höchsten Bedarf gibt es bei den Zeitarbeitsfirmen, im Güterkraftverkehr sowie im Gesundheitswesen", erklärte Flaskämper. Hinter dem Fachkräftemangel fielen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (37 Prozent) und die Entwicklung der Arbeitskosten (36 Prozent) als Risiko deutlich ab.

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