IHK-Exportbarometer 2016 - Auslandsumsätze zum vierten Mal in Folge gestiegen

Mit 14,8 Milliarden Euro erreichen die Auslandsumsätze des Verarbeitenden Gewerbes in der Region zum vierten Mal in Folge ein neues Allzeithoch - zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Exportbarometer der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld. Die Umsätze stiegen in 2015 um 2,9 Prozent gegenüber 2014 (14,4 Milliarden Euro). Damit bleibt das Auslandsgeschäft trotz vieler Krisenherde in der Welt Wachstumstreiber in Ostwestfalen. An der Befragung beteiligten sich 278 Unternehmen mit 65.945 Beschäftigten. 

Die ostwestfälischen Unternehmer sind optimistisch. 62 Prozent der befragten Firmenvertreter erwarten für 2016 steigende Auslandsumsätze. Bei gut zwei Dritteln der Märkte überwiegen positive Einschätzungen. Zu den Märkten mit den größten Potenzialen zählen Großbritannien, Spanien und China.

Exportstärkster Kreis bleibt wie zuvor Gütersloh, in dem mit knapp sieben Milliarden Euro fast die Hälfte des ostwestfälischen Auslandsumsatzes erwirtschaftet wird. Zu den Spitzenreitern der Exportbranchen zählen trotz eines leichten Rückgangs der Maschinenbau (22,3 Prozent), die Nahrungs- und Futtermittelindustrie (15,7 Prozent) und die Hersteller elektrischer Ausrüstungen (14,2 Prozent). Zum ersten Mal wurden auch die Hemmnisse bei Auslandsinvestitionen abgefragt: 72 Prozent der Unternehmen nennen "Politische Risiken" als Hauptgrund dafür, sich bei Investitionen zurückzuhalten.