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Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld


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Zoll
Ein- und Ausfuhr von Waren

Zoll-News Afrika

Algerien – Importverbotsliste überarbeitet

Algerien hatte zum 7. Januar 2018 die Einfuhr von 851 Waren vorübergehend ausgesetzt. Die Warenliste wurde nunmehr aktualisiert. Das algerische Handelsministerium hat angekündigt, dass die vorübergehende Aussetzung der Einfuhr in Kürze wegfallen wird. Stattdessen sollen provisorische Schutzzölle erhoben werden. 

Die Anzahl der betroffenen Waren wurde von 851 auf 877 angehoben. Die Liste soll alle 3-6 Monate auf Basis der nationalen Bedürfnisse revidiert werden: jedes Mal, wenn für ein Produkt Autarkie erreicht wird, solle der Import verboten werden. Im Vergleich zur Liste vom Januar 2018 sind folgende Änderungen festzustellen (Einzelpositionen siehe Anhänge):

- Gestrichen wurden hauptsächlich Aromastoffe

- Hinzugefügt wurden Gouda- und Parmesankäse, sowie eine Vielzahl von trockenen Broten/Keksen/Backwaren.

Außerdem hat der algerische Bankenverband kürzlich die algerischen Banken angewiesen, Bankgeschäfte für Hygiene-und Kosmetikartikel nicht mehr zu „domizilieren“, also nicht mehr zu tätigen. Damit ist der Import dieser Produkte faktisch auch nicht mehr möglich.

Liste - Download (93 Seiten)

Algerien: Neue Einfuhrbestimmungen für ausgewählte Warengruppen

Seit dem 1. Januar 2018 gelten bei der Einfuhr von bestimmten Waren nach Algerien neue Bestimmungen.
Die entsprechende Bekanntmachung des algerischen Handelsministeriums finden Sie hier.
Zum einen gilt seit Beginn des Jahres eine neue Einfuhrsteuer in Höhe von einem Prozent. Rechtsgrundlage ist Art. 109 des algerischen Finanzgesetzes für 2018 No. 17-11 vom 27. Dezember 2017.
Inwieweit diese Regelung nur für Konsumgüter gilt, die in unverändertem Zustand in Algerien vertrieben werden, oder ob auch Investitionsgüter wie Anlagen und Maschinen betroffen sind, wird derzeit durch die AHK Algerien geprüft.

Zum anderen beinhalten die neuen Regelungen u.a.:
- eine Ausweitung der Verbrauchsteuerpflicht auf neue Produktgruppen
- Einfuhrverbote für bestimmte Warengruppen
- Einfuhrkontingente für bestimmte Warengruppen
- die Vorlage von Freiverkäuflichkeitserklärungen zum Zwecke der Bank-Domizilierung von Einfuhren

Die betroffenen Waren können der Website des algerischen Handelsministeriums entnommen werden.
Bzgl. der Freiverkäuflichkeitserklärungen stellt das algerische Handelsministerium auf seiner Website ebenfalls Musterformulierungen zur Verfügung.

Empfehlung zum Umgang mit Erklärungen zur Freiverkäuflichkeit:
Der Kompetenzrahmen der IHKs erlaubt keine Verwendung der algerischen Mustervorlagen. Eine solche Erklärung zur Freiverkäuflichkeit auf eigenem Firmenbogen kann von der Firma abgegeben werden, wenn die betroffenen Waren nicht in den Zuständigkeitsbereich einer Behörde fallen
Für Fragen steht Ihnen die AHK Algerien zur Verfügung. Kontakt:

Marko ACKERMANN,
Geschäftsführer / Directeur General / AHK Algerien
Tel: +213 (0)23 38 91 02           
E-Mail: m.ackermann(at)ahk-algerie.org

Samir BOUKHEDICHE
Directeur Général adjoint | Stellvertretender Geschäftsführer - Département Economique | DEinternational - AHK Algerien
 Tel:  +213 23 38 91 02
E-Mail: s.boukhediche(at)ahk-algerie.org

Libyen: Akkreditiv und Warenkontrolle Pflicht

Auf Grund einer Vorschrift der libyschen Zentralbank Resolution Nr. 96 dürfen Exporte nach Libyen nur noch mit Akkreditiv bezahlt werden. In diesem Zusammenhang gilt zusätzlich die Verpflichtung, dass ein Inspektionszertifikat beigefügt werden muss, in dem bestätigt wird, dass die gelieferten Waren mit den Angaben im Akkreditiv übereinstimmen.