Fachkräftesicherung

DIHK-Erfolgsstudie Weiterbildung 2018

Die Höhere Berufsbildung – zum Beispiel die Weiterbildung zum Meister – bietet hervorragende Chancen für die Fachkräfte von morgen. Das geht aus der aktuellen DIHK-Erfolgsstudie Weiterbildung 2018 hervor. Mehr Verantwortung im Job, ein besseres Gehalt und die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit sind laut der Studie die Erfolge und Motive von IHK-Absolventen der Höheren Berufsbildung. Dabei stehen die beiden Ziele, eine bessere Position im Job zu erreichen (66 Prozent) und mehr Geld zu verdienen (46 Prozent) bei den Teilnehmern der Umfrage als Motivation für die Weiterbildung ganz oben.  

„Durchhalten“ zahlt sich aus: Für nahezu zwei Drittel der Befragten hat die Weiterbildung positive Auswirkungen auf ihre berufliche Entwicklung. Das heißt sie sind entweder nach der Weiterbildung aufgestiegen, haben einen größeren Verantwortungsbereich oder konnten sich finanziell verbessern. Monatliche Gehaltszuwächse von 750 Euro und mehr sind keine Seltenheit. Doch auch persönlich nützt ein Abschluss der Höheren Berufsbildung: 85 Prozent der befragten Absolventen geben an, dass sich durch die Weiterbildung ihr Blickwinkel erweitert hat, sie Zusammenhänge besser verstehen und nun souveräner auftreten. 

Es zeigt sich einmal mehr, dass Weiterbildung eine Investition in die eigene Zukunft ist – mit hoher persönlicher Rendite. Dazu passt, dass sich 85 Prozent der Befragten wieder für dieselbe Weiterbildung entscheiden würden. 58 Prozent wollen sich auch in Zukunft weiterbilden. Die Studie ist daher ein starkes Argument für die Berufliche Bildung und insbesondere die Höhere Berufsbildung.  

Jährlich nehmen die Industrie- und Handelskammern (IHKs) rund 61.000 Prüfungen der Höheren Berufsbildung (Aufstiegsfortbildung) nach dem Berufsbildungsgesetz ab, zum Beispiel zum Fachwirt, Industriemeister oder Bilanzbuchhalter. Der aktuellen DIHK-Erfolgsstudie Weiterbildung liegen die Antworten von 17.595 Absolventen zugrunde. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 24. Januar und 22. Februar 2018.

Weitere Informationen: DIHK-Erfolgsstudie Weiterbildung 2018

IHK-Fachkräfteumfrage 2018

60 Prozent der Unternehmen können ihren Fachkräftebedarf derzeit nicht vollständig decken, wie eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) zeigt, die am 06.07.2018 der Presse vorgestellt wurde. An der Befragung beteiligten sich 521 Unternehmen aus Industrie (38 Prozent), Handel (19 Prozent) und Dienstleistung (43 Prozent).

"Im Vergleich zu 2014 ist der Anteil dieser Betriebe damit signifikant gestiegen, damals suchte lediglich ein Drittel der Unternehmen Fachkräfte", berichtete IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven. "Insgesamt bieten die gut 500 Betriebe aktuell 2.689 offene Stellen an, bisher leider ohne Erfolg."

Rund zwei Drittel der gesuchten Fachkräfte sollen nach Wunsch der Unternehmen die Qualifikation einer dualen Berufsausbildung mitbringen. Es folgen Fachwirte/Meister oder andere Fortbildungsabschlüsse (13 Prozent), Arbeitskräfte mit Hochschulabschlüssen als Bachelor (9 Prozent) sowie als Master oder einem vergleichbaren Hochschulabschluss (11 Prozent).

Weitere Informationen:

Umfrageergebnisse
Pressemeldung

Fachkräftereport 2017 für NRW

Der „NRW-Fachkräftereport 2017“ stellt auf Basis der Konjunkturumfragen der IHKs in NRW die Daten zum Fachkräftebedarf und der -versorgung aus den Rückmeldungen der Unternehmen in aggregierter Form zur Verfügung. Damit kann der Report ein wichtiges Hilfsmittel für die (regionale) politische Diskussion und auch für die Unternehmen ein Indikator für übergreifende Bedarfslagen der Wirtschaft sein.

Individuelle Lösungen bedürfen einer guten Datenbasis. Allerdings können Daten und Fakten nicht das Ringen um die konkreten Lösungsangebote vor Ort und Handlungsstrategien in den einzelnen Unternehmen ersetzen.

HIER gelangen Sie zum Fachkräftereport.

Kampagne "Fachkräfteoffensive" von Bundesregierung und BA

BMAS, BMWi und BA haben unter dem Titel "Fachkräfteoffensive" eine Informationskampagne zum Thema Fachkräftesicherung gestartet. Im Mittelpunkt der Fachkräfteoffensive stehen zwei neue Internetportale, die sich an Unternehmen und an Fachkräfte im In- und im Ausland wenden. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und die Bundesagentur für Arbeit (BA) haben unter dem Titel "Fachkräfteoffensive" eine nationale und internationale Kampagne zur Fachkräftesicherung gestartet, die auf Dauer angelegt ist.

Die Fachkräfteoffensive richtet sich an potenzielle Fachkräfte und Unternehmen, aber auch an die breite Öffentlichkeit. Die Kampagne soll im Inland noch stärker für das Thema Fachkräftesicherung sensibilisieren und konkrete Lösungswege aufzeigen, wie Unternehmen und potenzielle Fachkräfte von der Entwicklung profitieren können. Im Ausland soll vor allem bei jungen, gut qualifizierten Menschen für eine berufliche Zukunft in Deutschland informiert und geworben werden.

Kernstück der Fachkräfteoffensive sind zwei neue Internetplattformen. Die Plattform  www.fachkräfte-offensive.de richtet sich an Unternehmen und Fachkräfte im Inland. Sie bietet Beratungs- und Unterstützungsangebote, Informationen zur Fachkräfteentwicklung in Deutschland sowie zu weiteren Projekten und Initiativen zur Fachkräftesicherung.

Das Auslandsportal www.make-it-in-Germany.com richtet sich an Fachkräfte im Ausland und wirbt – zunächst in Deutsch und Englisch – für eine Beschäftigung in Deutschland und bietet zudem Jobangebote und Hilfestellungen für eine Arbeitsaufnahme hierzulande. Mit diesem Portal greift die Bundesregierung eine Forderung des DIHK auf, verstärkt im Ausland für Deutschland als Arbeitsort zu werben. Beide Portale sollen in den nächsten Monaten weiter ausgebaut werden.

Ansprechpartner

Downloads

Der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern in Deutschland wird zunehmend zur Herausforderung für die gesamte Wirtschaft. Welche Unternehmen besonders betroffen sind und welche Folgen der Fachkräftemangel hat, zeigt der DIHK-Arbeitsmarktreport 2018.

Demografischer Wandel

Die Initiative der Bundesregierung "Erfahrung ist Zukunft" möchte mit dem DIHK und weiteren Partnern bei der Bewältigung des demografischen Wandels helfen.

http://www.erfahrung-ist-zukunft.de

Praktische Lösungsvorschläge für eine sichere, gesunde und wettbewerbsfähige Arbeitswelt bietet die Gemeinschaftsinitiative INQA:

http://www.inqa.de