200. Kooperation IHK - Schule - Wirtschaft

Besiegelten die 200. Kooperation IHK - Schule - Wirtschaft
 04.10.2017  Ausbildung, Weiterbildung

200. Kooperation IHK - Schule - Wirtschaft in würdigem Rahmen zwischen Städtischer Realschule Löhne und Inometa GmbH aus Herford

Mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) unterzeichneten am 4. Oktober 2017 in einem Festakt die Städtische Realschule Löhne und die Inometa GmbH aus Herford eine Vereinbarung zur "Kooperation IHK - Schule - Wirtschaft". Es ist die 200. von der IHK vermittelte oder direkt unterstützte Kooperation im IHK-Bezirk.

Sie fand in einem würdigen Rahmen im Denkwerk in Herford mit Grußworten von IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl und Landrat Jürgen Müller statt. Schulleiterin Kornelia Wilken-Klocke und Inometa-Geschäftsführer Christof Schotten erläuterten deren Motivation zur Kooperation. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance aus Berlin.

"Mit diesem im Dezember 2002 durch die IHK initiierten Projekt möchten wir Lehrer dabei unterstützen, den Unterricht gemeinsam mit Partnerunternehmen noch praxisnäher zu gestalten", betonte der IHK-Hauptgeschäftsführer. Schüler könnten damit in die Arbeitswelt "hineinschnuppern" und die Berufswahl überlegter treffen. Zudem profitierten die Firmen davon, da sie sich mit der Schul-Kultur vertrauter machten. Angesichts rückläufiger Schulabgängerzahlen und vermehrter Studierneigung nehme die Bedeutung des Projekts zu.

Die Schulleiterin unterstrich, "die Kooperation mit der Firma Inometa ist eine besondere Chance für unsere Schülerschaft, die in diesem Berufsfeld Interesse und Fähigkeiten zeigen." Sie erhielten durch die Zusammenarbeit eine Orientierungshilfe in Berufswahl und Bewerbungsverfahren, indem sie über dieses Berufsfelds aus erster Hand informiert würden und in der Berufsfelderkundung auch praktisch tätig sein könnten. "Die Schule kann ohne Kooperationspartner diese intensive Erfahrung und Vorbereitung nicht anbieten", so Wilken-Klocke.

"Als Kooperationspartner freuen wir uns sehr, den Schülern einen Einblick in unseren Arbeitsalltag anbieten zu können", hob der Inometa-Geschäftsführer hervor. "Dabei möchten wir das Interesse für unsere gewerblichen Ausbildungsberufe wecken. Fachkräftemangel und das nachlassende Interesse junger Leute an einer klassischen dualen Ausbildung im gewerblichen Bereich sind in unserer Region deutlich spürbar. Die Kooperation gibt uns die Möglichkeit, dieser Entwicklung ein Stück entgegen zu wirken und dabei gleichzeitig die Schüler bei der Berufsorientierung zu unterstützen", berichtete Schotten.

"Schüler bekommen am besten einen Eindruck von einem Beruf, wenn sie ihn vor Ort selbst erleben", sagte die Regierungspräsidentin. Die IHK hätte das früh erkannt. Die 200 Kooperationen seien eine wichtige Unterstützung für die jungen Menschen und auch für die heimische Wirtschaft. "Schüler, die die Antwort auf die Frage nach ihrem Beruf kennen, können zu wertvollen Fachkräften heran wachsen und - was noch viel wichtiger ist - damit den Grundstein für ein selbstbestimmtes erfolgreiches Leben legen", so Thomann-Stahl.

Wenn zusammen gebracht werde, was zusammen passe, dann hätten alle gewonnen, erklärte der Landrat. Genau hier sehe er das große Potenzial, wenn Schule und Wirtschaft kooperierten. "Ich freue mich sehr, dass die 200. Kooperation zwischen einer Schule und einem Unternehmen aus dem Kreis Herford abgeschlossen wird", betonte Müller, "und ich sehe diese Kooperation als Startschuss für viele weitere im Kreis."

In seinem Festvortrag richtete Prof. Dr. Hurrelmann den Blick auf die Aufgaben, die die moderne berufliche Bildung in Zukunft bewältigen müsse. Dabei sei die Schulung der Ausbilder von größter Wichtigkeit. "Sie müssen versuchen, die jungen Leute bei ihren Vorstellungen abzuholen und auf die betrieblichen Notwendigkeiten hinzuführen", so der Jugendforscher.

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