Rohstoffe

Steigende Rohstoffpreise stellen für Unternehmen ein großes Konjunkturrisiko dar. So bilden die Materialkosten im verarbeitenden Gewerbe den größten Kostenfaktor. In materialintensiven Branchen - beispielsweise der Metallerzeugung und –bearbeitung sowie in der Automobilindustrie - liegt der Anteil des Materialeinsatzes am Bruttoproduktionswert deutlich über 50 Prozent - und somit weit über den Personalkosten.

Materialien und damit Rohstoffe einzusparen, bietet somit den besten Ansatzpunkt, Kosten im Betrieb zu reduzieren und wettbewerbsfähiger zu werden. In Deutschland unterstützt die Deutsche Materialeffizienz Agentur (demea) Betriebe im Bereich der Materialeffizienz. In Nordrhein-Westfalen leistet die Effizienzagentur NRW Beratungs- und Unterstützungsarbeit.

Der Deutsche Rohstoffeffizienz Preis 2017

Seit 2011 würdigt das Bundeswirtschaftsministerium mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis branchenübergreifend herausragendes Engagement im Bereich der Rohstoffeffizienz. Ausgezeichnet werden Beispiele rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierte Forschungsergebnisse.

Auch in diesem Jahr werden wieder kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 1.000 Beschäftigten und Firmensitz in Deutschland sowie eine Forschungseinrichtung als Preisträger ausgewählt. Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter www.deutscher-rohstoffeffizienz-preis.de.

DERA Chart des Monats: Entwicklungen am Rohstoffmarkt unsicher

Im Chart des Monats April zeigt die Deutsche Rohstoffagentur (DERA), wie unsicher die Vorhersagen der Preisentwicklungen verschiedener Rohstoffe derzeit sind.  Bei Kobalt, Nickel und Mangan liegen die Prognosen der Analysten zur Preisentwicklung besonders weit auseinander: Manche sprechen von einer Rohstoffhausse, andere erwarten einen Preisrebound. Nur beim Stahl sagen Prognosen übereinstimmend leicht sinkende Preise voraus.

HIER gelangen Sie zum Chart.

Quelle: Deutsche Rohstoffagentur (DERA)

Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA)

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Die Deutsche Rohstoffagentur ist die zentrale Informations- und Beratungsplattform für mineralische und Energierohstoffe. Ihre  Themen sind Rohstoffverfügbarkeit und Versorgungssituation sowie Rohstoffpotenziale und Ressourceneffizienz.

Die Deutsche Rohstoffagentur hat das Know-How und die Ländererfahrung für eine direkte Beratung von Unternehmen. Kundenspezifische Bewertungen zur Marktsituation von Rohstoffen, die Analyse von produktspezifischen Beschaffungsrisiken und die Flankierung von Maßnahmen zur Rohstoffsicherung und -diversifizierung eröffnen Unternehmen die Chance, sich individuell auf die Marktsituation einzustellen und/oder sich gezielt in Rohstoffprojekten zu engagieren. Ziel ist es, hier insbesondere die kleinen und mittelständigen Unternehmen zu unterstützen.

  • Bewertung der Marktsituation von Rohstoffen: Individuelle Recherchen zu bestimmten Rohstoffen erlauben einen Marktüberblick, der Unternehmen (insbesondere KMU) bei ihrer Entscheidungsfindung unterstützt.
  •  Bewertung von Lieferrisiken beim Material- und Rohstoffimport: Die DERA unterstützt deutsche Unternehmen bei der Sicherung ihrer Rohstoffversorgung durch Bewertung von Preis- und Lieferrisiken
  • Bewertung und Flankierung von Maßnahmen zur Rohstoffsicherung und -diversifizierung: Von der Recherche zu neuen Rohstoffproduzenten und -lieferanten bis hin zur Bewertung von Bergbauprojekten werden fundierte Informationen für die Diversifizierung von Rohstoffbezugsquellen sowie ein unternehmerisches Engagement im Umfeld der Primärproduktion individuell erarbeitet.

Weitere Informationen zur DERA: http://www.deutsche-rohstoffagentur.de/