Was kommt nach der Schule - Ausbildung oder Studium?

Für viele von euch, die nach der 10. Klasse die Schule verlassen, ist klar, dass sie eine berufliche Ausbildung anstreben. Aber auch für diejenigen, die das Abitur oder Fachabitur machen möchten, kann es sinnvoll sein, vor oder anstelle eines Studiums eine Lehre zu machen. Besonders dann, wenn man sich unsicher ist, welcher Studiengang überhaupt der richtige ist.

Am Ende einer meist dreijährigen Ausbildung hat man einige praktische Erfahrungen gesammelt und dann meist genauere Vorstellungen von seiner beruflichen Zukunft. Dabei kann dann die Ausbildung ein für den Studiengang möglicherweise erforderliches Praktikum ersetzen.  

Außerdem besteht in einigen Unternehmen die Möglichkeit, ein sogenanntes „Duales Studium“ durchzuführen. Dabei wird während des Bachelor-Studiums eine praxisorientierte betriebliche Ausbildung mit IHK-Abschlussprüfung durchlaufen. Aber auch ohne Studium könnt ihr nach der Lehre durchstarten und über berufliche Weiterbildungen wie z. B. Meister oder Fachwirt erfolgreich Karriere machen.

Welcher Beruf ist der richtige?

Bei der Wahl des Ausbildungsberufes solltet ihr eure persönlichen Stärken mit den Anforderungen des Berufes abgleichen, den ihr für interessant und zukunftssicher haltet. Da eine realistische Selbsteinschätzung schwierig ist, könnt ihr euch von Freunden und Verwandten beurteilen lassen, z.B. nach folgenden Kriterien: 

  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Schriftliche Ausdrucksfähigkeit und Redegewandtheit
  • Rechnerische Begabung
  • Körperliche Belastbarkeit
  • Handwerkliche Geschicklichkeit
  • Kreativität, Ideenreichtum
  • Kontaktfähigkeit

Wenn ihr dennoch unsicher seid, kann euch auch der Berufseignungstest der Agentur für Arbeit helfen. 

Ob eure Vorstellungen mit den Anforderungen des gewünschten Berufes übereinstimmen, kann man sehr gut mit einem Praktikum feststellten. Adressen von Ausbildungsunternehmen, bei denen ihr ein Praktikum durchführen könnt, und weitere Berufsinformationen findet ihr im Ausbildungsatlas der IHK. Vielleicht hat eure Schule auch bereits Kontakt zu möglichen Kooperationsunternehmen durch das Projekt IHK-Schule-Wirtschaft

Informationen über die gewünschten Berufe könnt ihr bei der Arbeitsagentur und je nach Berufsfeld bei der IHK, der Handwerkskammer oder den Kammern der freien Berufe (Rechtsanwälte, Architekten, Ärzte, etc.) erhalten.

Schließlich solltet ihr die Möglichkeit nutzen, um euch bei den zahlreichen regionalen Berufsinformationsbörsen und Messen über die Berufe zu informieren und mit den Ausbildungsunternehmen ins Gespräch zu kommen.

Vorbereitung auf die Ausbildung

Der Umgang mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden im Berufsalltag unterscheidet sich deutlich von den Gepflogenheiten in der Schule. Welche Kenntnisse der Fächer Mathe, Deutsch und Englisch werden im Beruf besonders gebraucht? Um den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern, bietet die IHK mit der Berufsinitiative „Fit in die Ausbildung“ hilfreiche Trainingskurse für Schüler im Abschlussjahrgang an.

Wer eine Ausbildung macht, will und soll sich umfangreiches Fachwissen erst noch im Laufe der meist 3- jährigen Lehre aneignen. Dennoch solltet ihr bereits einige grundlegende Kompetenzen und Eigenschaften mitbringen. Was die Wirtschaft von den Schulabgängerinnen und Schulabgängern erwartet, hat die IHK in folgendem Flyer zusammengefasst.

Wer sich für Technik und Naturwissenschaftlichen begeistern und bereits nützliche Kenntnisse und Erfahrungen für einen technischen Beruf sammeln möchte, kann sich auf der Internetseite Tecnopedia über Experimente und Angebote informieren und auch die Online-Zeitschrift Papermint downloaden.

Bewerbung um eine Ausbildungsstelle

Wenn ihr alle notwendigen Informationen zu eurem Wunschberuf eingeholt und am besten noch einen Alternativberuf ausgewählt habt, solltet ihr euch rechtzeitig um eine Ausbildungsstelle bewerben. In einigen Branchen (z. B. Bankgewerbe) und besonders bei größeren Unternehmen wird eine Bewerbung bereits ein bis eineinhalb Jahre vor Ausbildungsbeginn erwartet.

Freie Ausbildungsstellen erhaltet ihr bei der Agentur für Arbeit, in der Lehrstellenbörse der IHK oder z. B. in der Tagespresse. Adressen für Initiativbewerbungen und viele nützliche Bewerbungstipps wie Musterbewerbung und Lebenslauf findet ihr im Ausbildungsatlas der IHK, den ihr kostenfrei an unseren Standorten in Bielefeld, Paderborn und Minden erhaltet.

Kurzentschlossene und Schüler, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben, können am „Tag der Erstausbildung“ im Juni noch die Möglichkeit nutzen, bei einem der regionalen „Speed-Datings“ direkt vor Ort ein oder mehrere Vorstellungsgespräche für das laufende Jahr mit Unternehmensvertretern zu führen.

Wenn trotz aller Bemühungen keine Ausbildungsstelle gefunden wird, weil z. B. die eine oder andere Schulnote nicht so toll ist, könnt ihr euch ersatzweise um ein Einstiegsqualifizierungspraktikum (EQ)  in dem Bereich der gewünschten Ausbildung bei den Unternehmen bewerben. Das Praktikum kann zwischen 6 und 12 Monaten vereinbart werden und wenn danach ein Ausbildungsvertrag geschlossen wird, kann das Praktikum sogar mit 6 Monaten angerechnet werden.

Ansprechpartner

Burkhard Hupe
Burkhard Hupe
0521 554-251
0521 554-111
Michael Kaiser
Michael Kaiser
0521 554-244
0521 554-111
Björn Kelle
Björn Kelle
0521 554-257
0521 554-111
Maik Scholz-Gutknecht
Maik Scholz-Gutknecht
0521 554-245
0521 554-111
Peter Gelhar
Peter Gelhar
05251 1559-23
05251 1559-31
Burkhard Heinisch
Burkhard Heinisch
0521 554-193
0521 554-424
Jens Schmidt
Jens Schmidt
0521 554-262
0521 554-424
Michael Lumperda
Michael Lumperda
05251 1559-44
0521 554-5644
Uwe Gößling
Uwe Gößling
0521 554-264
0521 554-424

In drei Jahren Weltklasse: Das deutsche System der dualen Berufsausbildung gilt weltweit als Paradebeispiel für eine starke Mischung aus Theorie und Praxis, die jungen Menschen einen erfolgreichen Karrierestart ermöglicht.

Ob als Veranstaltungstechnikerin, als Fachkraft für Industrieservice oder Servicekauffrau im Luftverkehr - auf Weltklasse aus NRW präsentieren Azubis aus Nordrhein-Westfalen ihre Geschichte und jede Menge Informationen zum Thema „Duale Ausbildung“.

Die IHK Ostwestfalen gibt für die Berufliche Bildung einen Newsletter heraus, der zu Beginn eines Quartals erscheint. Wenn Sie diesen automatisch per Mail erhalten möchten, können Sie sich hier registrieren.