Ausbildung im Verbund/Kooperative Ausbildung

Neben der "üblichen" dualen Ausbildung in Betrieb und Berufsschule lässt das Berufsbildungsgesetz auch Varianten zu. Eine Möglichkeit besteht in der kooperativen Ausbildung bzw. in der Ausbildung im Verbund. Diese Art der Berufsausbildung ermöglicht es auch Betrieben, die nicht alle Inhalte eines bestimmten Berufsbildes selbst vermitteln können, in Partnerschaft mit einem (oder mehreren) weiteren Unternehmen den Ausbildungsrahmenplan komplett abzubilden. Kooperationen können sowohl mit Unternehmen geschlossen werden, die bereits über Erfahrung in der partnerschaftlichen Ausbildung verfügen, aber auch mit Betrieben, die neu in die Berufsausbildung einsteigen. Die betriebliche Verbundausbildung kann unter bestimmten Voraussetzungen vom Land NRW finanziell gefördert werden.

Ausbildung im Verbund

(Förderung der betrieblichen Berufsausbildung im Verbund aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds)

Viele kleine und mittlere Betriebe wollen ausbilden, können aber aufgrund ihrer Spezialisierung nicht alle vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte vermitteln. Hier hilft die vom Land geförderte Verbundausbildung durch zwei oder mehrere Unternehmen. Das schafft neue Lehrstellen, verbessert nicht selten die Ausbildungsqualität und sichert den dringend benötigten Fachkräftenachwuchs der Betriebe.

Das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium unterstützt Unternehmen mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds bei der Bereitstellung von betrieblichen Ausbildungsplätzen im Verbundmodell. In kleinen und mittleren Unternehmen, die ohne den Ausbildungsverbund nicht ausbilden dürften, wird die Ausbildungsvergütung einmalig pro Ausbildungsplatz gefördert.

In der Verbundausbildung schließt sich ein Betrieb, der nicht alle Ausbildungsinhalte anbieten kann, mit einem oder mehreren Partnerbetrieben zusammen, um gemeinsam einen Jugendlichen auszubilden. Die Gesamtverantwortung für die Ausbildung liegt beim koordinierenden Betrieb, der mit dem Jugendlichen den Vertrag abschließt und auch die Ausbildungsvergütung zahlt. Mindestens sechs Monate der Ausbildungszeit muss der Jugendliche im Partnerbetrieb arbeiten und lernen. Verbünde können nicht nur zwischen Betrieben, sondern auch zwischen einem Betrieb und einem Bildungsdienstleister geschlossen werden.

Im hiesigen Kammerbezirk setzt die Bezirksregierung Detmold die Arbeitsmarktprogramme der Landespolitik, somit auch die geförderte Verbundausbildung, um. 

Unternehmen, die betriebliche Ausbildungsplätze in einen Ausbildungsverbund bereitstellen, können dafür Leistungen erhalten. Sie dienen dazu, die Ausgaben für die Ausbildungsvergütung mit zu decken. Gefördert werden neu eingerichtete betriebliche Ausbildungsplätze, die deshalb im Verbund organisiert sind, weil der geförderte Betrieb im Alleingang diese Ausbildungsplätze nicht einrichten könnte.

Wesentliche Bedingungen:

  • Der Zuschuss zur Verbundausbildung beträgt 50 Prozent der Ausbildungsvergütung bis zu einem Höchstbetrag von 4.500 € je Ausbildungsplatz.
  • Es muss sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf mit mindestens 2-jähriger Ausbildungsdauer handeln.
  • Das Unternehmen

    • darf nur bis 249 Mitarbeiter beschäftigen,
    • muss seinen Sitz ebenso der Verbundbetrieb in NRW haben und
    • kann nicht allein ausbilden (Bescheinigung durch die IHK), wobei die Ausbildung beim Verbundpartner mindestens 6 Monate betragen muss.

  • Der Auszubildende

    • muss vor Antritt der Ausbildung seinen Wohnsitz in NRW haben,
    • das 25 Lebensjahr noch nicht vollendet haben und
    • noch keine abgeschlossene Berufsausbildung haben.

  • Der Förderbetrag muss erst gestellt werden, danach kann erst der Ausbildungsvertrag abgeschlossen werden.

Bezirksregierung Detmold: Ansprechpartner Arbeitsmarktprogramme Herr Ode van Hove, Tel.: 05231 713402

Die ESF Förderrichtlinie (Seite 20 - 23) finden Sie hier.

Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen der Arbeitspolitik und der Aus- und Weiterbildung unter Einbeziehung von Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Die Antragsunterlagen finden Sie hier (Punkt B4 Verbundausbildung). 

Die ausgefüllten Antragsunterlagen erhält das Versorgungsamt wleches dür den Ort des Unternehmens zuständig ist. Die Entscheidung über den Antrag trifft die Bezirksregierung Detmold.

Weitere Informationen erhalten Sie bei den Ausbildungsberatern der IHK Ostwestfalen. Diese sind Ihnen auch bei der Suche nach einem geeigneten Kooperationspartner gern behilflich.

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Verbundausbildungsunternehmen

Ostwestfalen

BANG-Ausbildungsnetzwerke
In allen Regionen anerkannter Verbundpartner
Standorte und weitere Informationen auf der BANG-Homepage

Stadt Bielefeld

Wilhelm Böllhoff GmbH & Co. KG
Holding der Böllhoff Gruppe
Aus- und Weiterbildung
Ansprechpartner: Hans-Wilhelm Nagel - Ausbildungsleiter
Archimedesstr. 1 - 4, 33649 Bielefeld
Tel. 0521 4482800
Berufe/Berufsfelder: Industriemechaniker/-in, Zerspanungsmechaniker/-in, Werkzeugmechaniker/-in, Mechatroniker/-in, Elektroniker/-in

Dürkopp Adler AG
Ansprechpartner: Jürgen Seidler - Leiter gewerbliche Ausbildung
Potsdamer Str. 190, 33719 Bielefeld
Tel. 0521 9252211, Telefax 0521 92532211, E-Mail: seidlerjduerkopp-adlercom
Berufe/Berufsfelder: Industriemechaniker/-in, Werkzeugmechaniker/-in, Elektroniker/-in, Mechatroniker/-in

Kreis Gütersloh

FARE gGmbH
Ansprechpartner: Dr. Rüdiger Krüger, Annett Götten
Kirchplatz 2, 33378 Rheda-Wiedenbrück
Tel. 05242 9030-201, 05242 9030-100, E-Mail: annett.goettenfare-ggmbhde  Berufe/Berufsfelder: Kaufmännische und technisch-gewerbliche Ausbildungsberufe

Pro Arbeit e.V.
Ansprechpartner: Bea Schütte
Am Sandberg 72, 33378 Rheda-Wiedenbrück
Tel. 05242 – 57997-104, E-Mail: b.schuetteproarbeitbiz
Berufe/Berufsfelder: Konstruktionsmechaniker/-in, Industriemechaniker/-in, Werkzeugmechaniker/-in, Maschinen- und Anlagenführer/-in, Fachkraft für Metalltechnik, Mechatroniker/-in, Elektroniker/-in

Kreis Herford

E.ON Westfalen Weser AG Bildungszentrum Kirchlengern
Ansprechpartner: Daniel Westermann
Bahnhofstr. 40, 32278 Kirchlengern
Tel. 05223 821-4951
Email: daniel.westermanneon-westfalenwesercom
Berufe/Berufsfelder: Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Mechatroniker/-in

Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford e. V. Geschäftsstelle
Ansprechpartnerin: Anja Schwengel
Postfach 21 55, 32045 Herford
Tel. 05221 131058
Fax 05221 131349
Internet: www.iwkh.de

Kreis Minden-Lübbecke

ZAM e. V. Zukunft Ausbildung im Mühlenkreis
Ansprechpartnerin: Michaela Kalney
Portastr. 13 (im Kreishaus), 32423 Minden
Tel. 0571 807-2318, Telefax 0571 807-33180, E-Mail: m.kalneyminden-luebbeckede
Berufe/Berufsfelder: z. Zt. 18 Berufsbilder im kaufmännischen, gewerblich-technischen und handwerklichen Bereich sowie Heilberufe. Für 2006 findet die Akquisition von zusätzlichen Ausbildungsstellen gerade statt. Eine Veröffentlichung der Ausbildungsstellen für 2006 findet sich auf unserer Internetseite www. zam-ev.de.

Kreis Paderborn

Benteler AG
Ansprechpartner: Thomas Koch
Residenzstr. 1, 33104 Paderborn
Tel. 05254 81-4440, E-Mail: thomas.kochbentelerde
Berufe/Berufsfelder: Metallberufe, kaufmännische Berufe, Kombinationsstudiengänge
Ausbildungsmodule möglich

 CLAAS Industrietechnik GmbH
Ansprechpartner: Michael Wilsmann
Halberstädter Str. 15-19, 33106 Paderborn
Tel.: 05251 705-5275, E-Mail: michael.wilsmannclaascom
Berufe/Berufsfelder: Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Mechatroniker
Ausbildungsmodule / Prüfungsvorbereitung möglich

E.ON Westfalen Weser AG
Ansprechpartner: Markus Koch
Tegelweg 25, 33102 Paderborn
Tel. 05251 503-6288
Email: markus.kocheon-westfalenwesercom
Berufe/Berufsfelder: Elektroniker/-in für Betriebstechnik

Siemens AG
Siemens Professional Education
Ansprechpartner: Norbert Marzi & Andrea Wnendt
Heinz-Nixdorf-Ring 1, 33106 Paderborn
Tel. 05251 8-23922 bzw. -23945
E-Mail: norbert.marzisiemenscom / andrea.wnendt@siemens.com
Berufe/Berufsfelder: Fachinformatiker/in der Fachrichtungen Anwendungsentwicklung und Systemintegration, IT-Systemkaufleute, kfm. Berufe; Elektroniker/in für Geräte und Systeme, Duale Studiengänge verschiedener Fachrichtungen, Ausbildungsmodule möglich

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Duales Studium

Eine weitere Ausbildungsvariante kann in einem ausbildungsbegleitendem Studium bzw. in einer studiumsbegleitenden Ausbildung bestehen. Diese Modelle erfreuen sich insbesondere seit Einführung der Bachelor- Masterstudiengänge wachsender Beliebtheit. In der Regel ersetzt oder ergänzt das Studium an einer Fachhochschule oder Akademie den normalen Berufsschulunterricht. Die Verteilung der Studienzeiten und der betrieblichen Ausbildung erfolgt je nach Studiengang in mehrwöchige Blöcke. Der Student und der Betrieb schließen einen Ausbildungsvertrag, die IHK-Abschlussprüfung wird i. d. R. vor Abschluss des Studiums abgelegt. Der Vorteil dieser Ausbildung liegt einerseits in der besonderen Praxisnähe des Studiums und andererseits selbst bei späterer Aufgabe des Studiums in dem Erwerb des IHK-Abschlusses. Eine Übersicht der Betriebe, die ein solches kombiniertes Studium anbieten, ist ebenfalls im Ausbildungsatlas der IHK Ostwestfalen enthalten.

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Ansprechpartner

Burkhard Hupe
Burkhard Hupe
0521 554-251
0521 554-111
Michael Kaiser
Michael Kaiser
0521 554-244
0521 554-111
Björn Kelle
Björn Kelle
0521 554-257
0521 554-111
Maik Scholz-Gutknecht
Maik Scholz-Gutknecht
0521 554-245
0521 554-111
Peter Gelhar
Peter Gelhar
05251 1559-23
05251 1559-31
Burkhard Heinisch
Burkhard Heinisch
0521 554-193
0521 554-424
Jens Schmidt
Jens Schmidt
0521 554-262
0521 554-424
Michael Lumperda
Michael Lumperda
05251 1559-44
0521 554-5644
Uwe Gößling
Uwe Gößling
0521 554-264
0521 554-424

Aktuelle Veranstaltungen

In drei Jahren Weltklasse: Das deutsche System der dualen Berufsausbildung gilt weltweit als Paradebeispiel für eine starke Mischung aus Theorie und Praxis, die jungen Menschen einen erfolgreichen Karrierestart ermöglicht.

Ob als Veranstaltungstechnikerin, als Fachkraft für Industrieservice oder Servicekauffrau im Luftverkehr - auf Weltklasse aus NRW präsentieren Azubis aus Nordrhein-Westfalen ihre Geschichte und jede Menge Informationen zum Thema „Duale Ausbildung“.

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