Wir über uns

Die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) ist die Selbstverwaltungseinrichtung von etwa 110.000 Gewerbetreibenden der Region Ostwestfalen (Stand 01.01.2014, außer Handwerk). Oberstes Organ der IHK ist die von den Unternehmen des IHK-Bezirks unmittelbar gewählte Vollversammlung. Ehrenamtlicher Repräsentant der IHK ist der von der Vollversammlung gewählte IHK-Präsident.

IHK - Drei Säulen einer Idee

Die Arbeit der IHKs fußt auf drei Säulen: IHKs setzen sich gegenüber der Politik für die Belange der Wirtschaft ein, sie verstehen sich als Dienstleister der Wirtschaft und sie übernehmen anstelle des Staates Aufgaben im Interesse der Wirtschaft - sozusagen als Anwalt eines fairen Wettbewerbs und als Förderer des ehrbaren Kaufmanns.

IHK als Partner der Politik

Die IHKs setzen sich für die Belange der regionalen Wirtschaft ein. Analog gilt das für das Engagement der IHK-Landesarbeitsgemeinschaften im jeweiligen Bundesland sowie für die Arbeit des DIHK als Sprachrohr der IHK-Organisation in Berlin und Brüssel. Durch die enge Rückkoppelung mit den Unternehmen wissen die IHKs, was die Region bewegt. Dieses Wissen bringen sie aktiv in politische Entscheidungsprozesse ein.

Die IHK-Organisation wird zu einer Vielzahl von wirtschaftsrelevanten Themen von der Politik auf allen Ebenen befragt. Sie unterstützt die Politik dabei in einer zentralen Aufgabe – dem abwägenden Ausgleich zwischen verschiedenen Branchen und Unternehmensgrößen. Die Zusammenarbeit mit Partnern in der Politik hat die IHK-Organisation auch in repräsentativen Umfragen untersucht. Im Ergebnis wird die Zusammenarbeit mit der IHK von Politikern und Verantwortlichen in der Verwaltung im Vergleich zu anderen öffentlichen Einrichtungen und Körperschaften sehr positiv bewertet. Auch im Vergleich zu Verbänden und weiteren Nicht-Regierungsorganisationen schneiden die IHKs am besten ab.

Dienstleister der Wirtschaft

IHKs unterstützen Unternehmen mit vielfältigen Produkten und Dienstleistungen bei ihrer Geschäftstätigkeit. Zum Angebot gehören Seminare und Lehrgänge ebenso wie Existenzgründungsberatung, Ländersprechtage und diverse IHK-Netzwerke.

Mit der Qualität der IHK-Dienstleistungen sind 80 Prozent der Mitgliedsunternehmen zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden, das zeigt eine Emnid-Umfrage bei Mitgliedsunternehmen. Dabei sind Existenzgründungsberatungen, Seminare zu unternehmensrelevanten Auskünften in Steuer- und Rechtsfragen, bis hin zu betrieblichen Krisensituationen ebenso wichtig wie die Durchführung von Aus- und Weiterbildungsprüfungen.

Während kleine Unternehmen häufig die Existenzgründungsberatung sowie Auskünfte in Steuer- und Rechtsfragen nachfragen, stehen bei den großen Unternehmen die Prüfungsleistungen der IHK an vorderster Stelle. Seminare und Schulungen zu unternehmensrelevanten Themen werden von allen Unternehmen als wertvolle Dienstleistung gesehen.

Die IHKs konzentrieren ihr Angebot dabei auf Bereiche, bei denen sie nicht im Wettbewerb zu ihren Mitgliedsunternehmen stehen; häufig bieten sie Erstinformationen beziehungsweise Basisberatungen an, an die sich dann vertiefende Dienstleistungen privater Dienstleister anschließen können.

Zum Selbstverständnis gehört auch, dass die IHK-Mitarbeiter regelmäßig Unternehmen besuchen und sich vor Ort nach den aktuellen Herausforderungen erkundigen. In solchen Gesprächen können die Unternehmen der IHK ihre Sorgen und Schwierigkeiten mit auf den Weg geben, die dies wiederum an die Politik übermittelt. Die IHK erfährt aber auch, in welchen Bereichen die Betriebe sich weitere Unterstützung wünschen. 

Anwalt eines fairen Wettbewerbs

Nicht der Staat soll über die Wirtschaft bestimmen, sondern die Unternehmen selbst – so ein Grundgedanke der IHKs. Sie unterstützen daher klare Regeln für alle Marktteilnehmer und nehmen gesetzliche Aufgaben wahr. Die Übernahme solcher Aufgaben anstelle des Staates, wie etwa in der Ausbildung, sichert Mitspracherechte der Unternehmen und beugt unnötiger Bürokratie vor.

Derzeit erfüllen die IHKs mehr als 50 Aufgaben, die ihnen vom Staat übertragen sind: Neben der Ausbildung gehören dazu das Ausstellen von Ursprungszeugnissen, die Durchführung von Sach- und Fachkundeprüfungen, die Führung von Registern, die Bestellung von vereidigten Sachverständigen – und es kommen immer wieder neue Aufgaben hinzu, so aktuell die Anerkennung von ausländischen Qualifikationen oder die Sachkundeprüfung für Finanzanlagenvermittler.

Die IHK kann solche Aufgaben wirtschafts- und praxisnah ausführen. Der Sachverstand der betroffenen Betriebe wird dadurch einbezogen, dass sie im Rahmen der demokratischen Struktur der IHK zu Beteiligten werden. Sonst müsste der Staat die genannten Aufgaben selbst ausführen und zum Beispiel bundesweit Ämter für Ausbildungsprüfungen einrichten, ohne auf das ehrenamtliche Engagement der Unternehmen zurückgreifen zu können. Das würde viel kosten und die Wirtschaft würde an Gestaltungsmöglichkeiten verlieren.