Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld


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Unternehmen Krisenphasen
Unternehmenssicherung
Krisenphasen: Signale und Maßnahmen

Liquiditätskrise - Signale │ Maßnahmen │ Hinweise

Signale

Kunden

  • Sie verlieren viele Stammkunden (25 % und mehr)?
  • Sie haben hohe Außenstände (mehr als 10 % des Umsatzes)?
  • Kundenbeschwerden häufen sich?
  • Kunden zahlen verspätet (über 90 Tage)?
  • Sie müssen Forderungsausfälle verkraften (mehr als 5% des Umsatzes)?

Absatz

  • Der Absatz geht stark zurück (25% und mehr)?
  • Die unverkauften Bestände wachsen immer weiter an?
  • Sie können häufiger Liefertermine nicht einhalten?
  • Vertreter kündigen?

Lieferanten

  • Mahnungen von Lieferanten häufen sich?
  • Lieferanten liefern nur noch gegen schlechtere Lieferkonditionen?
  • Lieferanten kürzen die Zahlungsziele?
  • Lieferanten liefern nur noch gegen Vorkasse?
  • Sie vertrösten Lieferanten bei Nachfragen wegen ausstehender Forderungen?

Bank

  • Es gibt häufiger Ärger mit der Bank?
  • Die Bank fragt mehrfach nach erwarteten Zahlungseingängen (Rückführung der Überziehung)?
  • Die Bank stuft Sie in eine deutlich niedrigere Ratingklasse ein (drei Stufen)?
  • Die Bank erhöht die Zinsen für Kredite?
  • Die Bank verlangt mehr Sicherheiten für (laufende) Kredite?
  • Sie gehen Gesprächen mit Ihrer Bank aus dem Weg?

Produktion / Leistung

  • Die Produktionsanlagen des Unternehmens sind kaum noch ausgelastet?
  • Die Qualität von Produkten oder Dienstleistungen lässt stark nach?
  • Der Service lässt stark nach?

Personal

  • Sie müssen Kurzarbeit einführen?
  • Sie können Löhen und Gehälter nicht mehr zahlen?

Finanzen

  • Der Umsatz geht stark zurück (25% und mehr)?
  • Der Gewinn geht stark zurück (25% und mehr)?
  • Die Ausgaben Ihres Unternehmens übersteigen weit die Einnahmen?
  • Die Liquidität des Unternehmens nimmt zusehends ab?
  • Sie können Rechnungen nicht mehr termingerecht bezahlen?
  • Sie überziehen immer wieder Ihre Kontokorrent-Kreditlinie?
  • Sie sind mit der Rückzahlung von Krediten im Rückstand?
  • Sie können Kredite nicht mehr zurückzahlen.
  • Es drohen Pfändungen wegen unbezahlter Forderungen?

Contolling

  • Sie können Ihren Steuerberater nicht mehr bezahlen?
  • Es gibt keine aktuellen betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) durch den Steuerberater mehr?

Die Fragen zum Ankreuzen und Ausdrucken - Download

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Infoletter GründerZeiten 13 "Krisenmanagement"; Berlin 2019

Maßnahmen

Eine Liquiditätskrise zu meistern bedeutet in erster Linie, die Zahlungsfähigkeit des betroffenen Unternehmens zu erhalten. Dies ist aber in der Regel nur möglich durch einen offenen und vertrauensbildenden Austausch mit denjenigen, die auf Zahlungen warten: allen voran Lieferanten, Bank oder Sparkasse, Finanzamt.

  1. Kassensturz machen- wie viel Geld ist in der Kasse und auf dem Konto vorhanden?
  2. Prioritätenliste erstellen - welche privaten und beruflichen Verbindlichkeiten sind wann fällig?
  3. Bareinlage aus eigenen Mitteln, privaten Kreditrahmen ausschöpfen.
  4. Sonderverkauf - verkaufen von nicht betriebsnotwendigen Vermögensteilen, "frisches" Beteiligungskapital besorgen.
  5. Einholen von Forderungen, Inkasso-Unternehmen beauftragen.
  6. Offene Gespräche mit Bank, Sparkasse und Lieferanten führen und dabei Vertrauen stärken.
  7. Stundung von Verbindlichkeiten (Bank, Sparkasse und Lieferanten, Krankenkasse, Finanzamt)
  8. Finanzamt: Vorauszahlungen herabsetzen.
  9. Kontokorrentenkredite in langfristige Darlehen umwandeln.
  10. Kreditvolumen erhöhen.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Infoletter GründerZeiten 13 "Krisenmanagement"; Berlin 2019

IHK-Service

Wenn die Probleme über den Kopf wachsen, kann die Inanspruchnahme professioneller externer Beratung hilfreich sein. Soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, kann über das Bundesprogramm „Förderung unternehmerischen Know-hows – Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten” ein Zuschuss zu den Beratungskosten beantragt warden. Melden Sie sich bitte bei uns, um mehr zu erfahren.
Weitere Informationen finden Sie hier.