West-Ost-Achse hat Vorfahrt

Die Europäische Union hat die West-Ost-Achse Amsterdam – Osnabrück – Berlin – Warschau als einen von zehn vorrangig auszubauenden europäischen Korridoren klassifiziert.

Damit die West-Ost-Achse die EU-Anforderungen an einen nachhaltigen Verkehrskorridor, einem so genannten „green corridor“, erfüllen kann, müssen bestehende oder sich abzeichnende Engpässe beseitigt und die Umschlagsmöglichkeiten zwischen Straße, Schiene und Wasserstraße verbessert werden. Als vordringliche Projekte zählen:

  • der Lückenschluß zwischen der A 30 und der A 2 bei Bad Oeynhausen
  • der sechsstreifige Ausbau der A 30 bei Osnabrück
  • der viergleisigen Ausbau des Schienenengpasses zwischen Minden und Hannover-Seelze
  • die durchgängige Schiffbarkeit der Hauptwasserstraßen Dortmund-Ems-Kanal/ Mittellandkanal und Weser für Großmotorschiffe
  • Fertigstellung des Megahub in Hannover-Lehrte
  • Ergänzung der Projekte durch regionale Umschlagsanlagen in Güterverkehrszentren und Binnenhäfen, wie dem RegioPort Weser in Minden.
Fototermin auf der A 30-Baustelle, Gewerbegebiet Eidinghausen

Am 13. Juli 2012 haben sich im Beisein zahlreicher Vertreter aus Politik, Verwaltung, Vertreter des Verkehrsausschusses und weiteren Gästen, die IHKs Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim und Ostwestfalen zu Bielefeld auf der gemeinsamen Pressekonferenz „Schulterschluss für eine starke West-Ost-Achse“ auf die „Bad Oeynhausener Erklärung“ verständigt.

Unterzeichnet wurde diese von Ortwin Goldbeck, Präsident der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, Heinrich Koch, Vize-Präsident der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim, Thomas Niehoff, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld und Marco Graf, Hauptgeschäftsführer der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim. Begleitet wurde die Veranstaltung von Elmar Brok, Mitglied des Europäischen Parlamentes, Marianne Thomann-Stahl, Regierungspräsdentin des Regierungsbezirks Detmold sowie Steffen Kampeter, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen.

Bereits jetzt steht fest, dass die von der EU bereitgestellten Gelder nicht ausreichen werden. Deshalb appellieren die IHK Vertreter an die Politik in Berlin, Düsseldorf und Hannover, die Ausbaupläne durch eigene Investitionen in der Verkehrsinfrastuktur zu ergänzen und die nationalen Ausbauplanungen stärker als bisher auf die Erfordernisse der europäischen Verkehrsströme abzustimmen.

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