Merkblätter: Wichtige Informationen für Versicherungsvermittler

Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuregelung des Versicherungsvermittlerrechts im Jahr 2007 wurde eine Erlaubnis- und Registrierungspflicht für Versicherungsvermittler und -berater eingeführt. Weitere Informationen zur Erlaubniserteilung nach den §§ 34d und 34e GewO finden Sie hier.

Welche Arten von Versicherungsvermittlern werden unterschieden?

Das Gesetz unterscheidet zwischen ungebundenen Vermittlern (Versicherungsvertreter, produktakzessorische Vermittler, Versicherungsmakler) und gebundenen Vermittlern (Ausschließlichkeitsvertreter).

  • Ungebundene Versicherungsvermittler:
    Sowohl Versicherungsmakler als auch Versicherungsvertreter, die für mehrere Versicherer oder für andere Versicherungsvertreter bzw. –makler gewerbsmäßig den Abschluss von Versicherungsverträgen vermitteln.

  • Gebundene Vermittler:
    Versicherungsvermittler, die ihre Tätigkeit unmittelbar oder mittelbar über einen Versicherungsvermittler ausschließlich im Auftrag eines oder, wenn die Produkte nicht in Konkurrenz stehen, mehrerer im Inland zum Geschäftsbetrieb befugten Versicherungsunternehmen ausüben.
  • Produktakzessorische Vermittler:
    Vermittlung von Versicherungen als Ergänzung der im Rahmen seiner Haupttätigkeit gelieferten Waren und Dienstleistungen.
  • Versicherungsberater:
    Wille zur gewerbsmäßigen Beratung Dritter über Versicherungen, ohne von Versicherungsunternehmen einen wirtschaftlichen Vorteil zu erhalten oder von ihnen in anderer Weise abhängig zu sein (Provisionsannahmeverbot).

 

Welche Voraussetzungen sind für die Erlaubnis nach § 34d GewO zu erfüllen?

  • Persönliche Zuverlässigkeit 
    Ein polizeiliches Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde und ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister sind vorzulegen.
     
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  • Geordnete Vermögensverhältnisse
  • Nachweis, dass gegen den Antragsteller kein laufendes Insolvenzverfahren anhängig ist und kein Eintrag im Schuldnerverzeichnis vorliegt.
      
  • Berufshaftpflichtversicherung 
    Das Bestehen einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung lt. gesetzlicher Vorgabe ist zu dokumentieren. 
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  • Kenntnisse und Fertigkeiten 
    Fachkenntnisse werden durch den Nachweis bestimmter Ausbildungsgänge nebst Praxiserfahrung oder durch das Ablegen einer Sachkundeprüfung nachgewiesen.

 

Auf welche Weise können Sie Ihre Sachkunde nachweisen?

  • Sachkundeprüfung: 
  • Für die Sachkundeprüfung ist die Industrie- und Handelskammern zuständig. Der Prüfling kann bei jeder IHK zur Sachkundeprüfung antreten, soweit diese die Sachkundeprüfung anbietet. Die Sachkundeprüfung besteht i. d. R. aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil.

    • Gleichgestellte Bildungsabschlüsse:
    • Zudem werden einige Berufsqualifikationen, wie z. B.  Fachwirt/–wirtin  für Versicherungen und Finanzen (IHK), als Nachweis der erforderlichen Sachkunde anerkannt. Weitere anerkannte Bildungsabschlüsse finden Sie in unsere Checkliste.

     

    Weitere Informationen für Versicherungsvermittler finden Sie in unseren Merkblättern:

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