Positives Zwischenfazit bei IHK-Schule-Wirtschaft: 220 Projekte laufen

Tauschten Erfahrungen und Informationen vor einem im Rahmen des Projektes IHK - Schule - Wirtschaft - gebauten Tischkickers aus: Michael Beisenherz, Techniklehrer der Luisenschule, Swen Binner, Uwe Strüwer, Carsten Rethage, Monika Grundke, IHK-Projektkoordinatorin fürs Hochstift, Bodo Venker, Dirk Meise und Luisenschülerin Laura Iwantzki (v. l.). Foto: IHK
 08.11.2018  Ausbildung, Weiterbildung

Die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) zog jetzt ein positives Zwischenfazit zu ihrem Kooperationsprojekt mit Schulen und Betrieben zur Förderung der dualen Ausbildung. "Seit dem Beginn des Projektes im Dezember 2002 haben wir bisher 220 Kooperationen vermitteln können", betonte IHK-Geschäftsführer Swen Binner. In der Veranstaltung zum Erfahrungs- und Informationsaustausch der Kooperationen stellten Schulen und Unternehmen aus Ostwestfalen einzelne, besonders gelungene Projekte ausführlich vor rund 100 Lehrkräften, Unternehmensvertretern und Schülern in der IHK in Bielefeld vor.

Ein Höhepunkt dabei ist das Projekt zwischen der Osterrath-Realschule Rheda-Wiedenbrück und den Kooperationsfirmen Westag + Getalit sowie Venjakob Maschinenbau, beide auch aus Rheda-Wiedenbrück. Sie präsentierten einen hochwertigen Tischkicker aus Holz und Metall, der im Technikunterricht von der Schülerschaft erstellt wurde. "Mit diesen Prototypen können wir dank der Unterstützung der beiden Unternehmen nun in Serie gehen und die zukünftig von uns gebauten Versionen sozialen Einrichtungen spenden", freute sich Hubert Renkamp, der für das Vorhaben verantwortliche Techniklehrer der Osterrath-Realschule.

Ein weiteres Highlight war die Vorführung der Realschule Heepen und der Firma Droop + Rein aus Bielefeld, die ihre selbst mit einem CAD/CAM-System programmierte Styroporschneidemaschine vorführten. Die beiden Techniklehrer Eduard Wessel und Stephan Stuckenschneider schnitten beispielsweise filigrane Fahrrad-Modelle aus Styropor mit der Maschine zurecht.

Darüber hinaus stellten die Luisenschule Bielefeld und die Firma Euscher aus Bielefeld ihre Technik-AG vor. "Dabei besuchen die Schüler regelmäßig unseren Betrieb und setzen das in der Schule Erlernte in die Praxis um", erläuterte Dirk Meise, Ausbildungsleiter beim Unternehmen Euscher. Und die Gertrud Bäumer-Realschule Bielefeld und die Firmen Hellmann Worldwide Logistics, Niederlassung Bielefeld, die Städtischen Kliniken Bielefeld und die Firma Maschinenbau Schröder aus Werther präsentierten das Berufsorientierungskonzept der Schule.

Zusätzlich vorgestellte Projekte und Maßnahmen, die bislang keine Kooperationsunterzeichnung vollzogen haben, kamen zum einen von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Gesamtschule Bielefeld und dem Wohnstift Salzburg e.V. in Bielefeld, die Berufsorientierungsprojekte der Schule im Pädagogikbereich präsentierten, und von der Geschwister-Scholl-Schule Gütersloh und dem ZDI-Zentrum Gütersloh, die im RadioLAB Workshops rund um das Thema Radio und Frequenztechnologie anbieten. "Dabei bauen Schüler zum Beispiel ein Radio", erläuterten die beiden Lehrer Uwe Strüwer und Carsten Rethage.

"Mit unserem Kooperationsprojekt IHK-Schule-Wirtschaft möchten wir grundsätzlich Lehrerinnen und Lehrer darin unterstützen, den Unterricht noch praxisnäher zu gestalten und der Schülerschaft praktische Einblicke in die Berufswelt geben", erläuterte IHK-Projektkoordinator Bodo Venker. "Zudem wollen wir den Betrieben dabei helfen, sich mit dem System Schule und deren Kultur vertrauter zu machen." Wegen des demographischen Wandels gebe es einen steigenden Bedarf der Wirtschaft an Auszubildenden, deshalb sei das Projekt wichtig. Ziel der IHK sei es, allen allgemeinbildenden Schulen in Ostwestfalen einen Kooperationspartner zu vermitteln.

Die Ostwestfälische Wirtschaft - kurz OWi genannt - ist das Wirtschaftsmagazin für die starke Region Ostwestfalen. Blättern Sie hier online durch die aktuelle Ausgabe.

Weitere Informationen zur OWi finden Sie hier.

Bei der Datenauswertung spielen „lernende“ Algorithmen eine immer größere Rolle. Dank stetig wachsender Datenmengen, erhöhter Rechenleistung und flexibler IT-Architektur können aus Big Data mittels Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) Smart Data werden. So entwickelt sich KI zunehmend zur Schlüsseltechnologie. KI ist die nächste Entwicklungsstufe der Digitalisierung – sie verstärkt und beschleunigt die Vorteile: Effizienzsteigerung, Prozessbeschleunigung, Verbesserung der Kundenbeziehungen und Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten. Entsprechend findet KI auch immer häufiger Anwendung in der Wirtschaft.

Nachstehend finden Sie die vollständige Meldung: