IHK-Unternehmer-Kolloquium diskutiert Digitalisierungsstrategien

Nahmen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung beim 44. IHK-Unternehmer-Kolloquium in den Fokus: IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff, Dr. Albert Christmann, Ute Horstkötter-Starke, Geschäftsführerin der IHK-Akademie Ostwestfalen, Dr. Stefan Breit, Moderatorin Yve Fehring, Philip Harting und IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven (von links). Foto: IHK Ostwestfalen zu Bielefeld
 15.02.2018  Standortpolitik

Beim diesjährigen Unternehmer-Kolloquium der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) stand das Thema Digitalisierung auf der Agenda. Unter dem Titel "Was machen die Marktführer? Unternehmensstrategien in der digitalen Zeitenwende" berichteten drei Unternehmer über ihre jeweilige Herangehensweise.

Philip Harting, Vorstandsvorsitzender der Harting AG & Co. KG, Espelkamp, referierte über "Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung: Plattformen und Internet der Dinge - erfolgt eine Nationalisierung des globalen Internets?". Welche Veränderungen Digitalisierung auf einen Haushaltsgerätehersteller wie Miele bewirken, stellte Dr. Stefan Breit, Geschäftsführer Technik, Miele & Cie., Gütersloh, vor.

Unter dem Titel "Smart Home bei Miele - wie man 119 Jahre Tradition und Digitalisierung zusammenbringt" erklärte der Geschäftsführer, wie "Smart Home" als neuer Geschäftsbereich in das Unternehmen integriert wurde. "Die Marke im 'smarten' Wandel" stellte Dr. Albert Christmann, persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG, Bielefeld, vor.

"Digitalisierung ist kein Trend oder eine Modeerscheinung, sondern sie verändert die Unternehmen und Gesellschaft in einer bisher unbekannten Durchdringung", hatte IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven in seiner Begrüßung der rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kolloquiums festgestellt. "Wir können die Veränderungen nicht aufhalten und wollen das auch gar nicht. Aber wir müssen sie so gestalten, dass unsere Gesellschaft und unser Wohlstand in den nächsten Jahrzehnten gewahrt bleiben."

Dabei werde mit jedem Tag deutlicher, dass "wir es tatsächlich mit der vierten industriellen Revolution" zu tun hätten. Sie stelle eine neue Stufe des Wirtschaftens und insgesamt der gesellschaftlichen Verflechtungen dar. "Wir Unternehmer sollten nicht zu denjenigen gehören, die angsterfüllt auf die Veränderungen blicken. Im Gegenteil: Sowohl die Dampfmaschine als auch die Massenfertigung sowie die Automatisierung haben zu mehr Arbeitsplätzen und zu mehr Wohlstand geführt. Es gibt keinen überzeugenden Beleg dafür, dass das nun anders kommen muss", unterstrich der IHK-Präsident.

Das IHK-Unternehmer-Kolloquium wurde zum 44. Mal ausgerichtet. Seit seinem Start im Jahr 1971 haben 175 ostwestfälische Unternehmer als Vortragende ihre Zuhörer an ihren persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen teilhaben lassen, rund 2.700 Unternehmerinnen und Unternehmer nutzen die Gelegenheit, sich auszutauschen. Moderiert wurde das Kolloquium in diesem Jahr von der Fernsehmoderatorin Yve Fehring.

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Der Ausbau der Windkraft und Photovoltaik (PV) ist in Deutschland gut vorangekommen. Der für den Wechsel auf erneuerbare Stromquellen ebenfalls erforderliche Ausbau der Stromnetze stockt allerdings. Schon jetzt gibt es erhebliche Engpässe im Stromnetz - insbesondere bei der weiträumigen Übertragung von Strom. Die Folge sind hohe und steigende Kosten zur Stabilisierung des Netzes: Im Jahr 2017 waren es bereits 1,4 Mrd. Euro - zu Lasten von Unternehmen und Verbrauchern.

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