IHK-Umfrage: Fortbildung schafft Perspektiven für Fachkräfte von morgen

 02.10.2018  Weiterbildung, Ausbildung

„Weiterbildung lohnt sich, sowohl für den Einzelnen als auch für die Unternehmen“, zieht Swen Binner, Geschäftsführer Berufliche Bildung bei der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK), als Fazit der jüngsten Weiterbildungserfolgsumfrage der deutschen Industrie- und Handelskammern. Über 17.000 Weiterbildungsabsolventen aus den Jahren 2012 bis 2017 – darunter 216 aus Ostwestfalen - haben sich an der bundesweiten Umfrage beteiligt. Zwei Drittel von ihnen haben die Frage nach den Vorteilen von Weiterbildung auf ihre berufliche Entwicklung eindeutig mit „Ja“ beantwortet.

Neben den beruflichen Vorteilen ist laut IHK-Befragung auch der persönliche Nutzen ein positiver Effekt einer Fortbildung: 85 Prozent der Befragten hat demnach die Weiterbildung persönlich weitergebracht, sei es durch ein besseres Verständnis betrieblicher Zusammenhänge oder bei der Bewältigung neuer Herausforderungen. Binner: „Über diese Vorzüge der Höheren Berufsbildung müssen unsere Schüler in den allgemeinbildenden Schulen noch stärker informiert werden. Berufsorientierung muss neben dem Blick auf eine berufliche Erstausbildung auch die herausragenden Perspektiven in den Blick nehmen, die sich durch eine Fortbildung ergeben.“

Das Angebot an Weiterbildungsabschlüssen werde kontinuierlich erweitert und fortlaufend aktualisiert. „So wird gewährleistet, dass auch die Kompetenzen erworben werden, die in den Unternehmen benötigt werden“, erläutert Dietmar Mann, IHK-Referent für Fortbildungsprüfungen. So habe die IHK 2017 in über 30 unterschiedlichen Profilen Prüfungen abgenommen. Die Zufriedenheit mit den verschiedenen Bildungsabschlüssen sei hoch: 85 Prozent der Befragten würden sich wieder für das gleiche Weiterbildungsziel entscheiden.

Zu den erfolgreichen Absolventinnen zählt Ina Sophie Jablonowski. Sie hat 2015 ihre Weiterbildung zur Personalfachkauffrau erfolgreich abgeschlossen und sich danach auch zur Aus- und Weiterbildungspädagogin qualifiziert. „Beide Fortbildungen haben mich nicht nur persönlich, sondern auch beruflich nach vorne gebracht“, sagt Jablonowski.

Sehr zufrieden ist auch Marina Fölling, die erfolgreich den Abschluss Industriemeisterin Metall erreicht hat. „Ich wollte mich persönlich und fachlich fortbilden und anderen ein Vorbild sein. Nach meiner Weiterbildung habe ich eine berufliche Position erreicht, für die ansonsten ein Studium erforderlich wäre", betont Fölling. Beschäftigt ist sie im Unternehmen Claas Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH in Harsewinkel.

Drei Viertel der Befragten hätten durch ihre Weiterbildung den beruflichen Aufstieg geschafft oder einen größeren Aufgabenbereich bekommen. Fast ein Viertel erhalte inzwischen Gehaltserhöhungen von 900 Euro und mehr im Mo-nat. Burkhard Heinisch, IHK-Referent für berufliche Bildung: „Vor der entsprechenden Prüfung waren in Ostwestfalen 33 Prozent der Absolventen als Facharbeiter und etwa 30 Prozent als Sachbearbeiter angestellt. Danach waren es nur noch 13 Prozent als Facharbeiter und 18 Prozent als Sachbearbeiter. Im Gegenzug wuchs der Anteil der Gruppen- und Abteilungsleiter, Meister, Betriebsleiter und Geschäftsführer von 13 auf 35 Prozent.“

Über die Hälfte der Absolventen profitiere bereits im Prüfungsjahr von der Qualifizierung. 58 Prozent gaben an, sich auch zukünftig noch weiter fortbilden zu wollen. Dabei streben die meisten eine weitere Prüfung in der Höheren Berufsbildung an.

Die Ostwestfälische Wirtschaft - kurz OWi genannt - ist das Wirtschaftsmagazin für die starke Region Ostwestfalen. Blättern Sie hier online durch die aktuelle Ausgabe.

Weitere Informationen zur OWi finden Sie hier.

Sprunginnovationen ermöglichen neue Produkte und Dienstleistungen und haben deshalb das Potenzial, Märkte komplett umzukrempeln. Ein typisches Beispiel ist das Internet, das digitalen Plattformen den Weg bereitet hat und Teile des stationären Handels verdrängen konnte. Ein amerikanischer Fahrdienst stellt die Taxibranche auf den Kopf, Streaming-Portale machen Kinos und dem Fernsehen zu schaffen, Übernachtungsplattformen setzten das Hotelgewerbe unter Druck.

Nachstehend finden Sie die vollständige Meldung: