Algerien – Importverbotsliste überarbeitet

Algerien hatte zum 7. Januar 2018 die Einfuhr von 851 Waren vorübergehend ausgesetzt. Die Warenliste wurde nunmehr aktualisiert. Das algerische Handelsministerium hat angekündigt, dass die vorübergehende Aussetzung der Einfuhr in Kürze wegfallen wird. Stattdessen sollen provisorische Schutzzölle erhoben werden. 

Die Anzahl der betroffenen Waren wurde von 851 auf 877 angehoben. Die Liste soll alle 3-6 Monate auf Basis der nationalen Bedürfnisse revidiert werden: jedes Mal, wenn für ein Produkt Autarkie erreicht wird, solle der Import verboten werden. Im Vergleich zur Liste vom Januar 2018 sind folgende Änderungen festzustellen (Einzelpositionen siehe Anhänge):

- Gestrichen wurden hauptsächlich Aromastoffe

- Hinzugefügt wurden Gouda- und Parmesankäse, sowie eine Vielzahl von trockenen Broten/Keksen/Backwaren.

Außerdem hat der algerische Bankenverband kürzlich die algerischen Banken angewiesen, Bankgeschäfte für Hygiene-und Kosmetikartikel nicht mehr zu „domizilieren“, also nicht mehr zu tätigen. Damit ist der Import dieser Produkte faktisch auch nicht mehr möglich.

Liste - Download (93 Seiten)

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Ägypten – Dokumentenversand direkt an Kunden

Am 3. Mai 2018 hat die ägyptische Zentralbank per Erlass verfügt, dass der Versand von Handelsdokumenten (Rechnungen, Transportpapiere, Ursprungszeugnisse) zukünftig wieder direkt an den Importeur in Ägypten erfolgen darf.
Die Regelung hebt eine am 21. Dezember 2015 erlassene Bestimmung auf, nach der der Dokumentenversand zwischenzeitlich nur noch direkt zwischen der Hausbank des ausländischen Ausführers und der Hausbank des ägyptischen Einführers erfolgen durfte („Bank to Bank“). Ferner wurde für kleine und mittlere Unternehmen, die (nur) Grundnahrungsmittel einführen, die Pflicht aufgehoben, bei der Eröffnung von Akkreditiven zur Import-Finanzierung entsprechend dem Einfuhrwert finanzielle Sicherheiten zu hinterlegen.

Runderlass (englische Sprache) - Download


Für Rückfragen steht die AHK in Kairo zur Verfügung.
Kontakt: Herr Sherif Kotb.
Head of Investment and Legal Affairs
AHK - German-Arab Chamber of Industry and Commerce
Tel.: 0020-2-3333-8477
Fax: 0020-2-3336-8786
Email: sherif.kotbahk-menacom

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Ägypten: Konformitätsnachweis für Textilien, Bekleidung, Leder und Lederwaren

Ab dem 1. April 2012 ist bei der Einfuhr von Textilien, Bekleidung, Leder und Lederwaren ein Konformitätszertifikat für die Zollabfertigung erforderlich. Mit dem für jede Warensendung vorzulegenden Konformitätszertifikat wird die Einhaltung der geltenden ägyptischen Standards für Sicherheit und Gesundheit bestätigt. Nach den Erlassen 626/2011 und 660/2011 des Ministeriums für Industrie und Außenhandel  sind im Einzelnen folgende Warengruppen betroffen:

  • Textilien und Bekleidung
  • Leinen
  • gefärbte und farbige Garne
  • Teppiche und Teppichboden
  • Heimtextilien
  • Natur- und Kunstleder
  • Schuhe und Schuhteile
  • Taschen.

Zum gesamten Artikel: Germany Trade & Invest

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Algerien: Neue Einfuhrbestimmungen für ausgewählte Warengruppen

Seit dem 1. Januar 2018 gelten bei der Einfuhr von bestimmten Waren nach Algerien neue Bestimmungen.
Die entsprechende Bekanntmachung des algerischen Handelsministeriums finden Sie hier.
Zum einen gilt seit Beginn des Jahres eine neue Einfuhrsteuer in Höhe von einem Prozent. Rechtsgrundlage ist Art. 109 des algerischen Finanzgesetzes für 2018 No. 17-11 vom 27. Dezember 2017.
Inwieweit diese Regelung nur für Konsumgüter gilt, die in unverändertem Zustand in Algerien vertrieben werden, oder ob auch Investitionsgüter wie Anlagen und Maschinen betroffen sind, wird derzeit durch die AHK Algerien geprüft.

Zum anderen beinhalten die neuen Regelungen u.a.:
- eine Ausweitung der Verbrauchsteuerpflicht auf neue Produktgruppen
- Einfuhrverbote für bestimmte Warengruppen
- Einfuhrkontingente für bestimmte Warengruppen
- die Vorlage von Freiverkäuflichkeitserklärungen zum Zwecke der Bank-Domizilierung von Einfuhren

Die betroffenen Waren können der Website des algerischen Handelsministeriums entnommen werden.
Bzgl. der Freiverkäuflichkeitserklärungen stellt das algerische Handelsministerium auf seiner Website ebenfalls Musterformulierungen zur Verfügung.

Empfehlung zum Umgang mit Erklärungen zur Freiverkäuflichkeit:
Der Kompetenzrahmen der IHKs erlaubt keine Verwendung der algerischen Mustervorlagen. Eine solche Erklärung zur Freiverkäuflichkeit auf eigenem Firmenbogen kann von der Firma abgegeben werden, wenn die betroffenen Waren nicht in den Zuständigkeitsbereich einer Behörde fallen
Für Fragen steht Ihnen die AHK Algerien zur Verfügung. Kontakt:

Marko ACKERMANN,
Geschäftsführer / Directeur General / AHK Algerien
Tel: +213 (0)23 38 91 02           
E-Mail: m.ackermannahk-algerieorg

Samir BOUKHEDICHE
Directeur Général adjoint | Stellvertretender Geschäftsführer - Département Economique | DEinternational - AHK Algerien
 Tel:  +213 23 38 91 02
E-Mail: s.boukhedicheahk-algerieorg

Libyen: Akkreditiv und Warenkontrolle Pflicht

Auf Grund einer Vorschrift der libyschen Zentralbank Resolution Nr. 96 dürfen Exporte nach Libyen nur noch mit Akkreditiv bezahlt werden. In diesem Zusammenhang gilt zusätzlich die Verpflichtung, dass ein Inspektionszertifikat beigefügt werden muss, in dem bestätigt wird, dass die gelieferten Waren mit den Angaben im Akkreditiv übereinstimmen.

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