Unterrichtungen und Prüfungen: Ausgezeichnetes Know-How

"Der Betrieb eines Gewerbes ist jedermann gestattet, soweit nicht durch dieses Gesetz Ausnahmen oder Beschränkungen vorgeschrieben oder zugelassen sind." So lautet der erste Abschnitt des ersten Paragraphen der Gewerbeordnung, dem maßgeblichen Gesetz des deutschen Unternehmertums. Diese Gewerbefreiheit bedeutet, dass in Deutschland grundsätzlich jeder nach eigenen Vorstellungen ein eigenes Unternehmen gründen kann.

Allerdings verdeutlicht diese Formulierung auch eine zentrale Bedingung dieser Freiheit: Für einige Tätigkeiten sind zum Schutz der Allgemeinheit Genehmigungen erforderlich. Der Nachweis der Sachkunde ist oft eine der Voraussetzungen. Die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld nimmt verschiedene Sach- und Fachkundeprüfungen sowie Unterrichtungen ab. Informationen zu den einzelnen Bereichen finden Sie im Folgenden.

Die verschiedenen Gewerbe

Seit 2003, zuletzt zum 01. Dezember 2016 ergänzt, sind im Hinblick auf die Berufs-zugangsvoraussetzungen und die Voraussetzungen für die Beschäftigung von Wachpersonal wesentliche Änderungen zu berücksichtigen, die durch das Gesetz zur Änderung des Bewachungsgewerberechts eingeführt wurden. Wer gewerbsmäßig das Leben oder das Eigentum fremder Personen bewachen will, übt ein...
Wer gewerblich Finanzanlagen vermitteln, bzw. über diese beraten möchte, benötigt eine Erlaubnis nach § 34f oder § 34h GewO. In NRW erteilen die Industrie- und Handelskammern diese Erlaubnis und nehmen die Registrierung vor. Finanzanlagenvermittler und Honorar-Finanzanlagenberater müssen nachweisen, dass sie die für die Vermittlung oder Beratung über Finanzanlagen notwendige Sachkunde...
Grundsätzlich dürfen Arzneimittel im Einzelhandel nur in Apotheken in den Verkehr gebracht werden. Sie sind in der Regel erkennbar durch die Aufdrucke "apotheken­pflichtig" oder "verschreibungspflichtig". Außerhalb von Apotheken dürfen nur so genannte "freiverkäufliche Arzneimittel" vertrieben werden.  Für den Verkauf von freiverkäuflichen Arzneimitteln bedarf es der Sachkenntnis des...
Nach dem Gaststättengesetz ist eine Erlaubnis erforderlich für Schank- und Speisewirtschaften, sofern Alkohol ausgeschenkt wird. Hierzu gehören auch Trinkhallen, Imbissstuben und Kantinen. Die Erlaubnis ist personen-, betriebsart- und raumbezogen und nicht übertragbar. Zuständig ist die Ordnungsbehörde. Es besteht, sofern kein einschlägiger Berufsabschluss vorhanden ist, eine Verpflichtung...
Wer gewerblich Waffen und Munition verkaufen will, benötigt nach dem Waffengesetz eine entsprechende Erlaubnis. Voraussetzung für die Erlaubnis ist neben der persönlichen Zuverlässigkeit auch die entsprechende Sachkunde. Sofern keine Befreiungsmöglichkeiten aufgrund der Vorbildung bestehen, muss eine Fachkundeprüfung abgelegt werden. Die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen in...
Aufsteller von Spielgeräten benötigen eine Erlaubnis (§ 33c Gewerbeordnung) der zuständigen Behörde. Voraussetzung ist neben der Zuverlässigkeit mittlerweile auch der Nachweis einer IHK-Unterrichtung. Die Unterrichtung ist erforderlich für die Aufsteller und das mit der Aufstellung betraute Personal. Dadurch soll gewährleistet werden, dass sowohl der Gewerbetreibende als auch das Personal...
Hohe Sicherheitsstandards durch strenge Anforderungen: Wer sich im deutschen Verkehrsgewerbe unternehmerisch betätigen will, muss einige Regeln beachten und Anforderungen erfüllen. Hinzu kommen einige Faktoren, die durch europäisches Recht bedingt werden.  Neben Unternehmern, die ihren Fahrgästen mit Bus oder Taxi zur Verfügung stehen, stehen dabei auch Transportunternehmen im Fokus - ganz...
Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuregelung des Versicherungsvermittlerrechts im Jahr 2007 wurde eine Erlaubnis- und Registrierungspflicht für Versicherungsvermittler und –berater eingeführt. Damit dürfen Versicherungsvermittler nur noch selbständig tätig werden, wenn sie gegenüber der IHK als zuständige Erlaubnis- und Registerbehörde ihre Zuverlässigkeit, ihre Sachkunde und das Bestehen...