Arten der Umschulung

Betriebliche Einzelumschulung

Umschulungen können analog einer Berufsausbildung mit einem ausbildungsberechtigtem Unternehmen als betriebliche Einzelumschulung vereinbart werden. In diesem Fall wird ein Umschulungsvertrag mit dem betreffenden Betrieb abgeschlossen. Den entsprechenden Vertragsvordruck finden Sie im Downloadbereich dieser Seite. Der theoretische Unterricht kann an einem Berufskolleg erfolgen.

 Gruppenumschulung

Andererseits bieten Bildungsträger so genannte Gruppenumschulungsmaßnahmen an. Bei diesen Maßnahmen findet vorrangig theoretischer Unterricht mit mehreren Teilnehmern zentral bei einem Träger statt, die Vermittlung der Berufspraxis erfolgt bei einem kooperierenden Praktikumsbetrieb.

Auszug aus dem Berufsbildungsgesetz zur Umschulung

§ 58 - Umschulungsordnung

Als Grundlage für eine geordnete und einheitliche berufliche Umschulung kann das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit oder dem sonst zuständigen Fachministerium nach Anhörung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung durch Rechtsordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesministeriums bedarf,

1. die Bezeichnung des Umschulungsabschlusses,

2. das Ziel, den Inhalt, die Art und Dauer der Umschulung,

3. die Anforderungen der Umschulungsprüfung und die Zulassungsvoraussetzungen sowie

4. das Prüfungsverfahren der Umschulung

unter Berücksichtigung der besonderen Erfordernisse der beruflichen Erwachsenenbildung bestimmen (Umschulungsordnung).

§ 59 - Umschulungsprüfungsregelungen der zuständigen Stellen

Soweit Rechtsverordnungen nach § 58 nicht erlassen sind, kann die zuständige Stelle Umschulungsprüfungsregelungen erlassen. Die zuständige Stelle regelt die Bezeichnung des Umschulungsabschlusses, Ziel, Inhalt und Anforderungen der Prüfungen, die Zulassungsvoraussetzungen sowie das Prüfungsverfahren unter Berücksichtigung der besonderen Erfordernisse beruflicher Erwachsenenbildung.

§ 60 - Umschulung für einen anerkannten Ausbildungsberuf

Sofern sich die Umschulungsordnung (§ 58) oder eine Regelung der zuständigen Stelle (§ 59) auf die Umschulung für einen anerkannten Ausbildungsberuf richtet, sind das Ausbildungsberufsbild (§ 5 Abs. 1 Nr. 3), der Ausbildungsrahmenplan (§ 5 Abs. 1 Nr. 4) und die Prüfungsanforderungen (§ 5 Abs. 1 Nr. 5) zugrunde zu legen. Die §§ 27 bis 33 gelten entsprechend.

§ 61 - Berücksichtigung ausländischer Vorqualifikation

Sofern die Umschulungsordnung (§ 58) oder eine Regelung der zuständigen Stelle (§ 59) Zulassungsvoraussetzungen vorsieht, sind ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland zu berücksichtigen.

§ 62 - Umschulungsmaßnahmen; Umschulungsprüfungen

(1) Maßnahmen der beruflichen Umschulung müssen nach Inhalt, Art, Ziel und Dauer den besonderen Erfordernissen der beruflichen Erwachsenenbildung entsprechen.

(2) Umschulende haben die Durchführung der beruflichen Umschulung vor Beginn der Maßnahme der zuständigen Stelle schriftlich anzuzeigen. Die Anzeigepflicht erstreckt sich auf den wesentlichen Inhalt des Umschulungsverhältnisses. Bei Abschluss eines Umschulungsvertrages ist eine Ausfertigung der Vertragsniederschrift beizufügen.

(3) Für die Durchführung von Prüfungen im Bereich der beruflichen Umschulung errichtet die zuständige Stelle Prüfungsausschüsse. § 37 Abs. 2 und 3 sowie die §§ 40 bis 42, 46 und 47 gelten entsprechend.

(4) Der Prüfling ist auf Antrag von der Ablegung einzelner Prüfungsbestandteile durch die zuständige Stelle zu befreien, wenn er eine andere vergleichbare Prüfung vor einer öffentlichen oder staatlich anerkannten Bildungseinrichtung oder vor einem staatlichen Prüfungsausschuss erfolgreich abgelegt hat und die Anmeldung zur Umschulungsprüfung innerhalb von fünf Jahren nach der Bekanntgabe des Bestehens der anderen Prüfung erfolgt.

§ 67 - Berufliche Fortbildung, berufliche Umschulung

Für die berufliche Fortbildung und die berufliche Umschulung behinderter Menschen gelten die §§ 64 bis 66 entsprechend, soweit es Art und Schwere der Behinderung erfordern.

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Informationen für Umschulungsträger

Richtlinien für Gruppenumschulungen der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen

Geeignete Umschulungsstätten, qualifizierte Ausbilder/-innen und dem Ausbildungsberuf entsprechende sachlich und zeitlich gegliederte Ausbildungspläne sind wesentliche Voraussetzungen für eine qualifizierte, den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende berufliche Umschulung, deren Ziel die Wiedereingliederung der Umzuschulenden in das Berufs- und Arbeitsleben ist.

Nach dem Berufsbildungsgesetzt (BBiG) sind die Industrie- und Handelskammern verpflichtet, die Eignung der Umschulungsstätten festzustellen und Umschulungsmaßnahmen zu überwachen.

Die berufliche Umschulung soll zu einer anderen beruflichen Tätigkeit befähigen (§ 1 Abs. 5 BBiG). Sie muss somit eine breit angelegte berufliche Grundbildung und die für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit notwendigen Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse in einem geordneten Bildungsgang vermitteln und den Erwerb der erforderlichen Berufserfahrung ermöglichen.

Dementsprechend müssen die Umschulungsträger bestimmten Mindestanforderungen genügen, die von der IHK im Rahmen ihrer Überwachungspflicht vor Beginn der Maßnahme und während der Umschulung zu überprüfen sind. Alle Informationen zu den Mindestanforderungen finden Sie im Downloadbereich dieser Seite in dem Dokument "Richtlinien für trägergestützte Umschulungen".

Wir weisen außerdem darauf hin, dass einem Antrag auf Zulassung zur Prüfung nur dann entsprochen werden kann, wenn die Umschulungsmaßnahme einschließlich des betrieblichen Praktikums ordnungsgemäß - ohne wesentliche Fehlzeiten - durchlaufen wird. Bei Fehlzeiten von mehr als 10 % der Umschulung erfolgt in der Regel keine Zulassung zur Abschlussprüfung. Über diesen Sachverhalt ist jede(r) Teilnehmer/-in zu Beginn der Maßnahme ausdrücklich zu informieren. Sobald die Fehlzeit die 10 %-Grenze - gerechnet auf das Umschulungsende - überschreitet, ist die IHK zu informieren und der Umschulungsträger hat mit dem Kostenträger eine Verlängerung der Umschulungszeit abzusprechen.

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Burkhard Hupe
Burkhard Hupe
0521 554-251
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Michael Kaiser
Michael Kaiser
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Björn Kelle
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Maik Scholz-Gutknecht
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Burkhard Heinisch
Burkhard Heinisch
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0521 554-424
Jens Schmidt
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Michael Lumperda
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0521 554-5644
Uwe Gößling
Uwe Gößling
0521 554-264
0521 554-424

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Den Umschulungsvertrag können Sie als PDF-Dokument am PC ausfüllen und in vollständiger Ausfertigung zur Eintragung an die IHK senden. Selbstverständlich ist ein entsprechender Vordruck auf Anfrage auch in Papierform erhältlich.

Umschulungsvertrag

Richtlinien für trägergestützte Umschulungen

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