
Preisindex
Verbraucherpreisindex - Stand April 2012: 112,8 Punkte
| Verbraucherpreisindex_Deutschland.pdf | 122 KB |
Die Tabelle beinhaltet den Verbraucherpreisindex für Deutschland mit dem Basisjahr 2000=100 (ab Januar 1991 bis Dezember 2007) sowie die Daten mit dem Basisjahr 2005=100 (ab Januar 1991).
Der Verbraucherpreisindex für Deutschland lag im April 2012 um 2,1 % höher als im April 2011. Im Vergleich zum Vormonat März 2012 stieg der Verbraucherpreisindex um 0,2 %.
Im April 2012 wurde die Inflationsrate wie in den Vormonaten maßgeblich durch die Preisentwicklung bei Energie bestimmt (+ 5,8 % gegenüber April 2011). Die Preise für Kraftstoffe stiegen binnen Jahresfrist um 6,3 % und erreichten damit einen neuen Höchststand. Die Preiserhöhungen bei den einzelnen Kraftstoffsorten fielen jedoch unterschiedlich aus (Superbenzin: + 7,0 %; Dieselkraftstoff: + 4,5 %). Deutlich teurer gegenüber dem Vorjahr waren im April 2012 auch die Produkte der Haushaltsenergie (+ 5,5 %; darunter Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme: + 10,5 %; Gas: + 6,7 %; leichtes Heizöl: + 5,6 %). Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Inflationsrate im April 2012 bei + 1,5 % gelegen.
Die Preise für Nahrungsmittel lagen im April 2012 mit + 3,0 % deutlich über dem Vorjahresniveau. Binnen Jahresfrist wurden vor allem Fleisch und Fleischwaren (+ 5,9 %; darunter Lammfleisch: + 12,2 %; Fleischwurst: + 8,8 %) teurer. Auch für Süßwaren (+ 4,7 %; darunter Zucker: + 22,0 %; Schokoladenriegel: + 4,7 %), für Fisch und Fischwaren sowie für Brot und Getreideerzeugnisse mussten die Konsumenten deutlich mehr zahlen (jeweils: + 4,3 %). Günstiger waren im Jahresvergleich dagegen Gemüse (− 1,9 %; darunter Kartoffeln: − 20,1 %). Die Preisentwicklung bei Speisefetten und Speiseölen (− 0,8 %) war im Wesentlichen auf die seit November 2011 beobachteten Preisrückgänge bei Butter zurückzuführen. Butter war im April 2012 um 11,6 % billiger als im April 2011.
Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich im Vergleich zum April 2011 überdurchschnittlich um 3,1 %. Am stärksten stiegen die Preise für Verbrauchsgüter mit + 3,9 %. Neben Energieprodukten und Nahrungsmitteln verteuerten sich auch alkoholfreie Getränke (+ 3,0 %; darunter Kaffee: + 5,4 %) und Tabakwaren (+ 6,4 %), letztere in Folge der Tabaksteuererhöhungen zum Mai 2011 und zum Januar 2012. Die Preise für Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer lagen um 2,3 % über dem Vorjahresniveau (zum Beispiel Bekleidungsartikel: + 3,8 %). Die Preise für langlebige Gebrauchsgüter blieben im gleichen Zeitraum fast unverändert (+ 0,1 %).
Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist mit + 1,0 % unterdurchschnittlich. Die Preisentwicklung bei den darin enthaltenen Nettomieten blieb weiterhin moderat (+ 1,1 %). Daneben gab es aber auch deutliche Preiserhöhungen (zum Beispiel Flugtickets: + 11,7 %; Pauschalreisen: + 4,4 %). Preisrückgänge gegenüber April 2011 gab es dagegen beispielsweise bei der Nachrichtenübermittlung (− 1,4 %) und im Bildungswesen (− 16,0 %). Der starke Preisrückgang im Bildungswesen ist insbesondere auf die Abschaffung der Studiengebühren an staatlichen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen im Oktober 2011 und in Baden-Württemberg im April 2012 zurückzuführen.
Veränderung im April 2012 gegenüber dem Vormonat März 2012
Im Vergleich zum März 2012 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex im April 2012 um 0,2 %. Energie verteuerte sich im Vergleich zum Vormonat insgesamt um 0,4 %. Während die Preise für Kraftstoffe binnen Monatsfrist erneut anzogen (+ 1,2 %), waren die Preise für leichtes Heizöl im gleichen Zeitraum rückläufig (– 1,9 %).
Die Preise für Nahrungsmittel waren gegenüber dem Vormonat leicht rückläufig (– 0,1 %). Auffällig war neben saisonalen Preisschwankungen bei Obst (+ 4,5 %; darunter Weintrauben: + 16,7 %) und Gemüse (– 4,3 %; darunter Gurken: – 29,4 %; Kopf- und Eisbergsalat: – 23,6 %) auch der erneute Preisrückgang bei Butter (– 2,7 % gegenüber März 2012).
Jahresdurchschnitt 2011
Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2011 gegenüber 2010 um 2,3 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Jahresteuerungsrate damit deutlich höher als in den beiden Vorjahren (2010: + 1,1 %; 2009: + 0,4 %). Eine noch höhere Teuerung im Jahresdurchschnitt gab es zuletzt 2008 (+ 2,6 % gegenüber 2007). Für 2011 wurden somit sowohl im Jahr als auch in allen einzelnen Monaten Inflationsraten von 2 % und mehr ermittelt.
Für den deutlichen Anstieg der Jahresteuerungsrate 2011 waren vor allem die Energiepreise verantwortlich. Energie insgesamt verteuerte sich 2011 spürbar um 10,0 % (davon Kraftstoffe: + 11,0 %; Haushaltsenergie: + 9,5 %). Bei der Haushaltsenergie wurden neben dem enormen Preisanstieg bei leichtem Heizöl (+ 24,5 %) auch deutliche Preiserhöhungen bei Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (+ 8,0 %), Strom (+ 7,3 %) und Gas (+ 4,6 %) beobachtet. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise betrug die Jahresteuerungsrate 1,3 %.
Überdurchschnittliche Preissteigerungen zeigten sich auch bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (+ 2,8 %; davon Nahrungsmittel: + 2,5 %; alkoholfreie Getränke: + 6,1 %). Für die Konsumenten spürbar teurer wurden vor allem Speisefette und Speiseöle (+ 12,6 %; darunter Butter: + 14,2 %) sowie Kaffee, Kakao und Tee (+ 10,2 %; darunter Kaffee: + 17,6 %). Deutliche Preiserhöhungen gab es auch bei Fleisch und Fleischwaren (+ 2,8 %) sowie vielen Molkereiprodukten (zum Beispiel süße Sahne: + 10,7 %; Quark: + 7,0 %). Günstiger als 2010 war 2011 dagegen Gemüse (- 3,9 %).
Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich gegenüber 2010 um 3,3 %. Überdurchschnittlich stiegen die Preise für Verbrauchsgüter (+ 4,7 %), während langlebige Gebrauchsgüter etwas günstiger waren (- 0,1 %; darunter Informationsverarbeitungsgeräte: - 9,2 %).
Die Preise für Dienstleistungen insgesamt entwickelten sich 2011 moderat mit + 1,3 %, (darunter Nettokaltmiete: + 1,2 %; aber Nachrichtenübermittlung: - 2,7 %). Erwähnenswert ist hier die Preisentwicklung bei Flugtickets: Diese wurden 2011 deutlich teurer (+ 13,4 %), vor allem infolge der seit Jahresbeginn erhobenen Luftverkehrsabgabe. Dies wirkte sich jedoch aufgrund des geringen Anteils am Gesamtbudget der Haushalte kaum auf die Jahresteuerung 2011 der Verbraucherpreise insgesamt aus.
Information zur neuen Basis 2005
Die aktuellen Ergebnisse beziehen sich auf das neue Basisjahr 2005. Die
Umstellung auf das neue Basisjahr ist mit einer Neuberechnung des
Verbraucherpreisindex ab Januar 2005 verbunden. Im Jahr 2006 wurde die
Teuerungsrate im Jahresdurchschnitt um 0,1 Prozentpunkte nach unten, im
Jahr 2007 um 0,1 Prozentpunkte nach oben korrigiert.
Tipps, Hinweise und Berechnungen
WERTSICHERUNGSKLAUSELN RICHTIG GESTALTEN
Das Statistische Bundesamt hat den Preisindex für die Lebenshaltung im Jahr 2003 auf das Basisjahr 2000 umgestellt. In diesem Zusammenhang wurden einige Preisindizes für die Lebenshaltung nicht länger veröffentlicht; es handelt sich hierbei um die Angaben für Ost- und Westdeutschland sowie die Angaben für die verschiedenen Haushaltstypen.
Verträge, die auf diese "alten" Indexreihen Bezug nehmen, sollten frühzeitig angepasst werden. Dieser Artikel enthält Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Wertsicherungsklauseln in Verträgen, aber auch grundsätzliche Informationen über Rechtsgrundlagen und Genehmigungsvoraussetzungen von Wertsicherungsklauseln sowie die Umrechnungsfaktoren für Preisindizes alter Basisjahre.
Handlungsempfehlungen und Wertsicherungsklauseln (87 KB)
Links:
Statistisches Bundesamt
Statistisches Landesamt NRW
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Allgemeine Informationen
Ab dem Berichtsmonat Januar 2003 hat das Statistische Bundesamt den Preisindex für die Lebenshaltung auf das neue Basisjahr 2000 umgestellt und damit den Warenkorb an veränderte Verbrauchsgewohnheiten angepasst. Die auf Basis 2000=100 neuberechneten Ergebnisse wurden am 26. Februar 2003 erstmals veröffentlicht. Zum gleichen Zeitpunkt wurde die Berechnung der Preisindizes für die Lebenshaltung spezifischer Haushaltstypen bzw. die Preisindizes für das frühere Bundesgebiet und die neuen Länder eingestellt. Seit diesem Zeitpunkt gibt es ausschließlich den Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte. Dieser Index wird seit 2003 unter dem Namen "Verbraucherpreisindex für Deutschland" geführt.
Weitere ausführliche Informationen zu diesem Thema haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Allgemeine Informationen zur Umstellung des Preisindex (54 KB)
- 1: Standortpolitik.
- 1.1: Aktuelles
- 1.2: Fachkräftesicherung
- 1.3: Geschäftsfeld / Ziele
- 1.4: Ausschüsse und Arbeitskreise
- 1.5: Netzwerke
- 1.6: Konjunktur & Statistik
- 1.6.1: Konjunkturberichterstattung
- 1.6.2: Branchenporträts
- 1.6.3: Zahlen/Daten/Fakten
- 1.6.4: Preisindex
- 1.7: Verkehr
- 1.8: Verkehrsinfrastruktur
- 1.9: Stadtplanung
- 1.10: Regional- und Landesplanung
- 1.11: Positionspapiere
- 1.12: Merkblätter
- 1.13: Datenbanken
- 1.14: Gesetze, Verordnungen, Richtlinien
- 1.15: Ansprechpartner nach Themen
- 2: Starthilfe und Unternehmensförderung.
- 3: Berufliche Bildung.
- 4: Innovation | Umwelt.
- 5: International.
- 6: Recht | Steuern.
- 1: Home.
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