
Konjunkturberichterstattung
Konjunkturberichterstattung
Kein Unternehmen kann auf Informationen über die konjunkturelle Lage sowie auf wesentliche statistische Daten zur Einordnung seines Unternehmens verzichten. Sie sind erforderlich beispielsweise für Investitionsentscheidungen, die Auswahl eines neuen Standortes, die Entwicklung neuer Strategien, die Bearbeitung neuer Märkte oder die Abwicklung von Wertsicherungsklauseln in Mietverträgen für Gewerbeimmobilien.
Zweimal im Jahr führt das Referat Volkswirtschaft unter den IHK-Mitgliedsunternehmen Konjunkturumfragen durch, die durch ihre hohe Rücklaufquote zuverlässige Prognosen ermöglichen. Die Ergebnisse münden in den Konjunkturbericht der IHK Ostwestfalen und darüber hinaus in den bundesweiten Konjunkturbericht des DIHK, der u. a. in das Herbstgutachten des Sachverständigenrates mit einfließt.
Unseren Konjunkturfolder können Sie kostenlos telefonisch 0521 554-208 (Kristina Richter) oder per E-Mail: Kristina Richter anfordern.
Ergebnisse der Konjunkturumfrage Frühjahr 2012

Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs
Nach zwei konjunkturell sehr guten Jahren rechnet die ostwestfälische Wirtschaft für das laufende Jahr mit einer leicht nachlassenden Dynamik. Der Aufschwung hält an, dürfte aber an Tempo verlieren. Zu diesem Ergebnis kommt die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) in ihrer Frühjahrskonjunkturumfrage, an der sich 1.990 Unternehmen mit 139.930 Beschäftigten aus Industrie, Handel und Dienstleistungen beteiligten. "Nach wie vor ist die Stimmung in den Unternehmen überwiegend gut, aber die Zahl der Skeptiker hat zugenommen. Dennoch bleibt die Wirtschaft klar auf Wachstumskurs", betonte IHK-Vizepräsident Wolf. D. Meier-Scheuven gestern (14.02.2012) bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse.
"Der Konjunkturklimaindikator, der die momentane Lageeinschätzung der Betriebe mit ihren Erwartungen in Relation setzt, ist für die gesamte Wirtschaft in Ostwestfalen gegenüber dem Herbst gesunken: von 134 Punkten auf den Wert 121. Damit liegt er aber immer noch deutlich über dem Durchschnittswert seit dem Frühjahr 1998 von 111 Punkten", berichtete Meier-Scheuven. Der Wert für die Industrie fiel dabei von 131 Punkten im Herbst 2011 auf aktuell 118, im Handel von 134 auf 119 und bei den Dienstleistern von 141 auf 127 Punkte. "Die Beurteilung der momentanen Geschäftslage wie auch die Erwartungen für die nächsten zwölf Monate haben sich gegenüber dem Herbst leicht verschlechtert. Beide befinden sich aber immer noch auf einem relativ hohen Niveau. Insofern ist uns auch um die Entwicklung in diesem Jahr nicht sonderlich bange", unterstrich der IHK-Vizepräsident.
Seinen Worten nach sei der Großhandel positiver gestimmt als der Einzelhandel. Gute Stimmung herrsche trotz des gesunkenen Klimaindexes nach wie vor innerhalb der Dienstleistungsbranchen. IT-Dienstleister, Unternehmen für Arbeitnehmerüberlassung und die Werbe-Branche seien besonders positiv gestimmt. "Zudem wollen 28 Prozent der Dienstleistungsbetriebe ihre Beschäftigung erhöhen", zeigte sich Meier-Scheuven erfreut.
In der Industrie bewerten immer noch 93 Prozent der Industrieunternehmen aktuell ihre Geschäftslage mit "gut" oder mindestens "befriedigend". Der IHK-Vizepräsident: "Es gab im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Umfragen eher einen Schwenk von den gut- zu den befriedigend-Bewertungen, nicht hin zu schlecht." Bei den Einschätzungen der weiteren Entwicklung zeigt sich die gestiegene Zurückhaltung der Unternehmen am stärksten: Eine Verbesserung der Geschäftslage erwarten aktuell 28 Prozent, 60 Prozent rechnen mit einer gleich bleibenden Entwicklung und 14 Prozent mit einer Verschlechterung.
Einen deutlichen Dämpfer haben die Ertragserwartungen der Unternehmen erhalten. Nur noch 20 Prozent rechnen in den kommenden 12 Monaten mit einer Verbesserung ihrer Ertragslage, eine Verschlechterung prognostizieren 24 Prozent. Gründe für diese Skepsis liegen unter anderem in der Befürchtung, dass Energie- und Rohstoffpreise sowie die Arbeitskosten steigen könnten. Meier-Scheuven: "Gerade die aktuellen Erfahrungen mit der europäischen Schuldenkrise zeigen, wie wichtig es ist, bei den Arbeitskosten nicht zu überziehen. Dass Deutschland momentan verhältnismäßig gut dasteht, hat auch viel mit der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und der moderaten Entwicklung bei den Arbeitskosten in den letzten Jahren zu tun."
Nach Angaben von IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff lag der Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes 2011 in Ostwestfalen 14,9 Prozent über dem Vorjahresergebnis und betrug 38,7 Milliarden Euro. Dabei sei der Inlandsumsatz mit einem Plus von 14,9 Prozent sogar etwas stärker als der Auslandsumsatz (+14,8 Prozent) gewachsen. Die Beschäftigtenzahl in der ostwestfälischen Industrie sei um zwei Prozent gestiegen (NRW: +1,9 Prozent).
Ergebnisse der Konjunkturumfrage Herbst 2011

Konjunktur beruhigt sich auf hohem Niveau
Ostwestfalens Wirtschaft bleibt überwiegend gut gestimmt und blickt weiter optimistisch in die nähere Zukunft. Die Beurteilung der momentanen Geschäftslage stabilisiert sich auf dem Frühjahrsniveau. Die Erwartungen an die nächsten 12 Monate sind in den meisten Branchen dagegen geringfügig gesunken, befinden sich aber immer noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau.
Der IHK-Konjunkturklimaindex, der die Einschätzungen der momentanen Lage und die Zukunftserwartungen berücksichtigt, ist für die gesamte Wirtschaft in Ost-Westfalen gegenüber dem Frühjahr leicht von 137 Punkten auf den Wert 134 gesunken. Damit liegt er immer noch deutlich über dem Durchschnittswert seit dem Frühjahr 1998 von 111 Punkten.
Für die weitere Entwicklung stimmen insbesondere die Beschäftigungs- und Investitionspläne der Unternehmen positiv. 39 Prozent der Industrieunternehmen haben gegenüber dem Vorjahr bereits mehr investiert und auch in den kommenden 12 Monaten wollen 43 Prozent der Industriebetriebe ihre Inlandsinvestitionen weiter steigern.
Besonders gut ist die Stimmung bei den ostwestfälischen Dienstleistungsunternehmen. Der Konjunkturklimaindex für die Dienstleister stieg sogar nochmals gegenüber dem Frühjahr an, von 139 auf 141 Punkte. An der Herbst-Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) beteiligten sich 2.078 Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistung mit 142.820 Beschäftigten.
Weiter gute Perspektiven für den Arbeitsmarkt
Ostwestfalens Unternehmen wollen weiter einstellen, so die gute Nachricht für den heimischen Arbeitsmarkt. Ob Industrie, Handel oder Dienstleistungsunternehmen, die Zahl der Unternehmen, die ihre Beschäftigtenzahl ausweiten wollen, überwiegt.
In der Industrie erwarten 32 Prozent der Unternehmen eine Zunahme der Beschäftigtenzahl, nur sechs Prozent wollen Beschäftigte abbauen. Die weiterhin hohe Investitionsbereitschaft gepaart mit einem Beschäftigungszuwachs könnten zum Motor der Konjunktur in der nächsten Zeit werden.
Bei den Dienstleistungsunternehmen sieht es ganz ähnlich aus, auch 32 Prozent in dieser Branche denken an einen Beschäftigungsaufbau, fünf Prozent an einen Abbau. Im Handel erwarten 19 Prozent eine Zunahme (Abnahme 11 Prozent), dabei ist der Großhandel besonders optimistisch, hier wollen 26 Prozent eher Personal einstellen.
Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften sorgt weiter für einen Fachkräftemangel in einigen Bereichen. 26 Prozent der ostwestfälischen Industrieunternehmen bezeichnen den Fachkräftemangel als Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Im Maschinenbau, dem Metallgewerbe und bei den Nahrungsmittelherstellern sind es sogar jeweils über 30 Prozent.
Ergebnisse der Konjunkturumfrage Frühjahr 2011

- Konjunkturnavigator
Binnenkonjunktur stützt weiteren Aufschwung
Die gute Stimmung in Ostwestfalens Wirtschaft zieht sich ausnahmslos durch alle Branchen. Damit hat der aktuelle Aufschwung gegenüber dem Vorjahr an Breite gewonnen. In glänzender Verfassung zeigen sich insbesondere die Ostwestfälischen Industrieunternehmen.
Der Konjunkturklimaindex der Industrie stieg gegenüber dem Herbst nochmals um fünf gegenüber dem Frühjahr 2010 sogar um 31 Punkte auf einen Wert von 135. Der Konjunkturklimaindikator ist im Handel deutlich von 99 Punkten im Frühjahr 2010 auf aktuell 137 Punkte gestiegen, bei den Dienstleistungen von 113 Punkten auf 139. Der IHK-Konjunkturklimaindex, der die Einschätzungen der momentanen Lage und die Zukunftserwartungen berücksichtigt, ist für die gesamte Wirtschaft in Ost-Westfalen weiter gestiegen. Der Gesamtindikator verbessert sich von 133 Punkten auf den Wert 137.
An der Frühjahrs-Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) beteiligten sich 1.875 Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistung mit 140.358 Beschäftigten.
Schneller als in früheren Aufschwüngen ist dabei der Funke vom Export auf die Binnenwirtschaft übergesprungen. Nicht nur die Pläne der Industrie für mehr Investitionen, Personal sowie Umsätze im Inland sind nach oben revidiert worden. Auch im Handel und bei den Dienstleistungsunternehmen ist der Anteil der zufriedenen Unternehmen deutlich gestiegen.
Trotz der nicht zu unterschätzenden Risiken wie Inflationsgefahr oder stark steigende Rohstoffpreise dominiert der Optimismus innerhalb Ostwestfalens Wirtschaft.
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